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Deepcool - Castle 240RGB V2
Michael
Redakteur

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Posts: 379
# 18.07.2019 - 19:46:53
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Mit der Castle 240RGB V2 haben wir heute eine 240-mm-AiO-Wasserkühlung im Test, welche von DeepCool unter der Marke Gamer Storm vertrieben wird und neben einer guten Kühlleistung auch mit einer besonders schicken Optik überzeugen möchte.



Welche Details in der Castle 240RGB V2 stecken und wie sich die 240 mm große All-in-One-Wakü von DeepCool in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:
  • Radiatorgröße: 120 x 27 x 282 mm (B x H x T)
  • Lüfter:
    2x 120 mm RGB (addressable LED)
    Anschluss: 4-Pin PWM
    Lagertyp: Hydro Bearing
    Drehzahl: 500 – 1.800 U/min
    Lautstärke: < 35 dB(A)
    Airflow: max. 69,34 CFM
    Statischer Druck: 2,42 mm H2O
    Stromstärke: 0,17 A
  • Pumpe:
    Lebenserwartung: 120.000 Stunden
    Drehzahl: 2.250 U/min bei 12 V
    Stromstärke: 0,21 A
    Lautstärke: 17,8 dB(A)
  • Leistungsaufnahme LEDs: 2,25 W&#65288;Pumpe&#65289;/ 4,8 W&#65288;2 x Lüfter&#65289;
  • Schlauchlänge: 310 mm
  • Kompatibilität (Sockel):
    Intel LGA20XX/LGA1366/LGA115X
    TR4/AM4/AM3+/AM3/AM2+/AM2/FM2+/FM2/FM1


Lieferumfang:
  • Castle 240RGB V2
  • 2 x 120-mm-RGB-Lüfter
  • Montagematerial (Intel & AMD)
  • RGB-Steuerung
  • RGB-Hub
  • FAN-Hub
  • Montageanleitung




Design und Verarbeitung

Die Castle 240RGB V2 wird von DeepCool in einer Verpackung geliefert, welche in einem grau/grünen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben einem Produktbild auch die Modellbezeichnung sowie eine kurze Produktbeschreibung abgedruckt.



Auf der Verpackungsrückseite findet man neben den technischen Details eine technische Zeichnung des Radiators und der Pumpeneinheit.



Entnimmt man die Castle 240RGB V2 aus ihrer Verpackung, so hat man eine AiO-Wasserkühlung vor sich liegen, welche sich durch den optischen Aufbau deutlich von anderen AiO-Waküs absetzt.



Die auffälligste Komponente ist hierbei das verwendete Pumpengehäuse, welches nicht nur durch das angewendete Design, sondern auch durch die vergleichsweise großen Abmessungen auf sich aufmerksam macht.



DeepCool hat der Pumpeneinheit ein silberfarbenes Kunststoffgehäuse spendiert, welches kreisrund gefertigt wurde und mit 71 mm viel höher ausfällt, als das Pumpengehäuse anderer AiO-Wasserkühlungen. Wie man es von fast allen anderen AiO-Waküs kennt, wurden die eingesetzten Schläuche fest auf die drehbaren Anschlüsse gepresst. Eine kleine Besonderheit ist hierbei das auf die Schläuche aufgezogene Gewebesleeving, welches eine sehr hohe Qualität aufweist.

Die eingesetzten Schläuche sind jedoch nicht das wichtigste Designmerkmal des Pumpengehäuses. Als Eyecatcher hat DeepCool das Pumpengehäuse auf der Oberseite mit einem Einwegspiegel ausgestattet, welcher das Gesamtdesign im ausgeschalteten Zustand dezent aufrundet.

Zum wahren Hingucker wird das Pumpengehäuse jedoch erst im eingeschalteten Zustand, denn durch die im Inneren verbauten RGB-LEDs wird der eingefasste Einwegspiegel durchsichtig und man kann die farbenfrohe Beleuchtung sowie das unter dem Spiegel verbaute Gamer Strom Logo erkennen.



Mit einem Blick auf die Unterseite des Pumpengehäuses findet man eine Bodenplatte vor, welche aus naturbelassenem Kupfer gefertigt wurde. Passend zur Größe der Pumpeneinheit wurde auch die Bodenplatte vergleichsweise groß ausgeführt, wodurch sich die Castle 240RGB V2 bei einem Einsatz auf einer Threadripper CPU einen kleinen Vorteil im gegenüber anderen AiO-Waküs erarbeiten kann. Um die Montage etwas zu vereinfachen, hat DeepCool die Bodenplatte zudem schon mit einer dünnen Schicht Wärmeleitpaste bestrichen.



Rund um die Bodenplatte herum wurden vier Montagegewinde eingearbeitet, welche zur Aufnahme der Montageschienen dienen.

Im Inneren des Pumpengehäuses setzt DeepCool auch eine hochwertige Pumpe, welche nicht nur mit einer robusten Keramikachse ausgestattet wurde, sondern auch mit eng am Gehäuse anliegenden Schraubenblättern, durch welche ein hoher Wasserdruck erzielt werden soll. Die Pumpe wurde seitens DeepCool auf eine Betriebsdauer von bis zu 120.000 Stunden ausgelegt, wodurch sie sich von vielen vergleichbaren Modellen absetzt.

Wirft man einmal einen ersten Blick auf den aus Aluminium gefertigten Radiator, so ist schnell zu erkennen, dass die verwendeten Schläuche nicht nur fest mit dem Pumpengehäuse verbunden sind, sondern auch auf die feststehenden Anschlüsse des Radiators gepresst wurden.



Neben den beiden fest mit der Vorkammer verbundenen Anschlüssen wurde zudem noch ein Verschluss auf der Oberseite der Vorkammer angebracht, über welchen man das System entlüften oder befüllen kann. Der hier eingesetzte Verschluss wurde seitens DeepCool jedoch mit einem Garantiesiegel versehen, welches einen darauf hinweist, dass mit dem Öffnen des Verschlusses die Garantie erlischt.
Ein solches Garantiesiegel findet man auch auf dem Überdruckventil wieder, welches in die rechte Außenseite der rechteckig aufgebauten Vorkammer integriert wurde.

Auf der gegenüberliegenden Seite wurde eine Endkammer verbaut, welche im gleich Design gehalten ist, wie wir es schon von der Vorkammer kennen.



Betrachtet man die Kühlfinnen einmal etwas genauer, so ist zu erkennen, dass DeepCool zwischen der Vor- und Endkammer 12 Kanäle verbaut hat, zwischen welche die feinen Aluminiumfinnen gelötet wurden.



Bis auf ein paar einzelne leicht verbogen Kühlfinnen, wurden die schwarz lackierten Aluminiumfinnen sehr hochwertig verarbeitet.



Zur Lüftermontage sowie auch der Radiatormontage selbst wurde der Radiator auf der Ober- und Unterseite mit entsprechenden M3-Montagegewinden ausgestattet. Unterhalb dieser Montagepunkte wurden jedoch leider keine schützenden Bleche angebracht, welche eine Beschädigung der Kühlfinnen durch zu lange Schrauben verhindern würden.



Als Lüfter liefert DeepCool zwei 120-mm-Lüfter mit, welche anders als das Pumpengehäuse und der Radiator nicht in einem schwarz/silbernen Design gehalten sind, sondern in einem schwarz/weißen Design.

Der Lüfterrahmen der beiden Lüfter wurde aus schwarzem Kunststoff gefertigt.



Um eine entkoppelte Montage der mitgelieferten Lüfter zu ermöglichen, hat DeepCool die Lüfter auf beiden Seiten mit grauen Entkopplern ausgestattet.



Der Impeller ist aus weißem, leicht transparentem Kunststoff gefertigt und verfügt über neun geriffelte Lüfterblätter.



Befestigt ist der Impeller an vier gegen die Rotationsrichtung gebogenen Stegen.



Durch den leicht transparenten Aufbau können die im Impeller integrierten RGB-LEDs eine gleichmäßige Beleuchtung erzielen.



DeepCool hat in den Lüftern sowie auch im Pumpengehäuse adressierbare RGB-LEDs verbaut, welche wahlweise über ein kompatibles Mainboard, oder über die mitgelieferte Steuereinheit angesprochen werden.



Nutzt man die mitgelieferte Steuereinheit, so stehen einem verschiedene Effekte und Beleuchtungsfarben zur Verfügung. Die einzelnen Effekte können zudem noch unterschiedlich schnell wiedergegeben werden. Um eine synchrone Beleuchtung aller drei Komponenten zu erzielen, liegt dem Lieferumfang zudem noch ein RGB-Hub bei, über welchen sich bis zu sechs adressierbare RGB-Komponenten anschließen lassen.





Greift man auf die mitgelieferte Steuereinheit zurück und verbindet die LEDs nicht mit einem kompatiblen Mainboard, so muss man zum Anpassen der Beleuchtung jedes mal das Gehäuse öffnen.

Die Verarbeitung der Castle 240RGB V2 wurde seitens DeepCool sehr sauber und hochwertig ausgeführt.


Montage:

Bevor man das Mainboard zur Montage vorbereitet, sollte man im ersten Schritt das benötigte Montagekit am Boden der Pumpeneinheit montieren.

Ist dieser Arbeitsschritt vollzogen, kann man die mitgelieferte Backplate am Mainboard montieren. Diese wird hierzu mit Montagebolzen bestückt und von der Rückseite aus auf das Mainboard gesteckt. Im Anschluss kann man die vorbereitete Pumpeneinheit auf die CPU aufsetzen und mit den Montagebolzen verschrauben. Wo man die AiO-Wakü bei der Erstmontage durch die werksseitig aufgetragene Wärmeleitpaste etwas schneller montieren kann, muss man sich für eine erneute Montage erst noch passende Wärmeleitpaste besorgen.

Die mitgelieferten Lüfter werden jeweils mittels vier Schrauben an dem Radiator befestigt. Die Montage des Radiators im Gehäuse erfolgt mittels acht kleiner M3-Schrauben.



Die verwendeten Schläuche sind sehr flexibel, was das Verlegen deutlich vereinfacht.
Um einen einfachen Anschluss der beiden Lüfter zu ermöglichen, befindet sich im Lieferumfang ein FAN-Hub, welchen wir in einem recht ähnlichen Design schon von anderen Kühlern aus dem Hause DeepCool kennen und an welchem man bis zu vier PWM-Lüfter anschließen kann.




Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151-Testsystem auch ein aktuelles AM4-Testsystem zum Einsatz. Dies bietet euch die Möglichkeit, alle von uns getesteten Wasserkühler auch mit den von uns getesteten Luftkühlern zu vergleichen. Da bei der Verwendung eines Wasserkühler in der Regel niedrigere Temperaturen und somit auch höhere Taktraten erreicht werden können, Schicken wir unsere Testsysteme nicht nur mit den von den Herstellern vorgesehenen Taktraten in den Test, sondern auch mit einer Übertaktung. Das Intel-Testsystem ist hierbei auf 4,7 GHz und das AMD-Testsystem auf 3,8 GHz übertaktet.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:
  • ASRock - Z170 Extreme3
  • HyperX - Savage 16GB Kit 3000MHz
  • Intel® - Core i7-6700K
  • Zotac - GTX 780 TI AMP Edition


Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;
  • AMD - Ryzen 1600
  • ASUS - Crosshair VI Hero
  • 2 x 8GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac - GTX 780 TI AMP Edition


Da die Castle 240RGB V2 auch zur neuen Threadripper Generation kompatibel ist, haben wir den Kühler auch auf einem AMD Threadripper 2950X getestet.

Das AMD-Threadripper-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;
  • AMD – Threadripper 2950X
  • MSI - MEG Creation X399
  • 4x 8 GB G.Skill F4-3200C14-8GFX
  • Zotac - GTX 780 TI AMP Edition



Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Gemessen werden die Temperaturen einmal im nicht übertakteten Zustand und einmal im übertakteten Zustand der Testsysteme.

Kommen bei einem getestete Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle CPU-Wasserkühler und All-in-One Wasserkühlungen, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler wurden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS UT60 Full Copper 480 mm getestet.



Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass die Castle 240RGB V2 AiO-Wasserkühlung auf allen eingesetzten Systemen eine sehr gute Kühlleistung erreichen konnte. Einen kleinen Haken hat die hohe Kühlleistung jedoch. Dieser liegt in der recht hohen Lautstärke, welche die eingesetzten Lüfter unter Volllast erreichen. Dank der etwas stärkeren Pumpe konnte sich die Castle 240RGB V2 ganz knapp vor der Captain 240 PRO AiO-Wasserkühlung von DeepCool platzieren.


Fazit:

Mit der Castle 240RGB V2 hat DeepCool eine All-in-One Wasserkühlung in sein Sortiment aufgenommen, welche in unserem Test nicht nur mit einer guten Verarbeitung und einem besonders schicken Design überzeugen konnte, sondern auch mit einer sehr guten Kühlleistung. Von der optischen Seite her setzt sich die Castle 240RGB V2 nicht nur mit eingeschalteter Beleuchtung von vergleichbaren Modellen ab, sondern durch das einzigartige Pumpengehäuse zieht die Wasserkühlung auch schon im ausgeschalteten Zustand viele Blicke auf sich. Abgerundet wird das Design hierbei neben der adressierbaren RGB-Beleuchtung auch durch die gesleevten Schläuche. Die beiden mitgelieferten Lüfter machen zwar unter Volllast durch eine recht hohe Geräuschkulisse auf sich aufmerksam, sorgen jedoch auch für einen hohen Luftdurchsatz, wodurch die AiO-Wakü eine sehr gute Kühlleistung erreichen kann, mittels welcher man sie bedenkenlos auf jeder CPU einsetzen kann. Preislich liegt die Castle 240RGB V2 aktuell bei knapp 100€.




Pro

  • Verarbeitung
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Anti-Leak-Technologie
  • Sehr geringe Lautstärke (Pumpeneinheit)
  • Kompatibilität
  • Adressierbare RGB-Beleuchtung



Contra

  • Lüfterlautstärke (bei Maximaldrehzahl)
  • Gehäuse muss zur Nutzung der mitgelieferten Steuereinheit geöffnet werden.




Kühlleistung

Verarbeitung

Montage

Kompatibilität

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis






Wir danken DeepCool für die Bereitstellung des Testmusters.



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