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Xilence - Performance C-Series - I402
Michael
Redakteur

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Posts: 271
# 04.08.2015 - 13:00:00
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Mit dem I402 haben wir heute passend zum Launch einen neuen Kühler aus der Performance C-Serie von Xilence im Test, welcher speziell für kleine Intel System ausgelegt ist und ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis bieten soll.



Welche Details in dem neuen I402 von Xilence stecken und wie sich der Kühler in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:
  • Abmessungen: 101.4 x 72.7 x 137mm
  • Gewicht: 408g
  • Lüftergröße: 92 x 92 x 25mm
  • Lüftergeschwindigkeit: 600 - 2200 ± 10% RPM
  • Luftdurchsatz: 65,4 CFM
  • Anschluss: PWM
  • Geräuschpegel: 14.0 - 23.8 dB(A)
  • Kompatibilität: Intel LGA 1150/1155/1156


Lieferumfang:
  • Xilence - I402 Kühler
  • Backplane
  • Wärmeleitpaste




Design und Verarbeitung:

Der I402 wird von Xilence in einer Verpackung geliefert, deren Design wir schon von früheren Produkten aus dem Hause Xilence kennen. Die Verpackung ist in einem schwarz/weißen Grunddesign gehalten. Auf der Vorderseite der Verpackung sind neben einem skizzierten Produktbild des Kühlers und der Modellbezeichnung auch die wichtigsten Features abgedruckt.



Auf der Verpackungsrückseite sind die technischen Details des Kühlers zu finden.



Entnimmt man den I402 aus seiner Verpackung, so hat man einen sehr schlanken und schlichten Tower-Kühler vor sich stehen. Der I402 verfügt über 40 Aluminiumfinnen, welche auf zwei u-förmig gebogene Kupferheatpipes aufgesteckt sind. Auf der Stirnseite sind die einzelnen Aluminiumfinnen im mittleren Bereich mit 11 kleinen Zacken versehen, welche die Oberfläche erhöhen, auf welche die durch den Lüfter beförderten Luft trifft.



Mit einem Blick von oben auf den Tower-Kühler sind diese noch einmal sehr schön zu erkennen. Ebenfalls kann man das in die Abschlusslamelle eingeprägte Xilence Logo und den Xilence Schriftzug erkennen. Dieses Finnendesign wurde nicht nur bei der Abschlusslamelle, sondern bei allen 40 Aluminiumfinnen angewendet.



Von der Oberseite des Kühlers aus sind zudem schon die Haltenasen zu erkennen, an welchen die Lüfterklammern befestigt werden können. Blickt man einmal von der Seite aus auf den Kühlkörper, so ist zu erkennen, dass in dem Bereich von Haltenasen zu den beiden Stirnseiten hin die einzelnen Kühlfinnen um 90° abgewinkelt wurden, wodurch in diesem Bereich zwischen den Kühlfinnen ein Unterdruck entstehen kann, welcher dafür sorgt, dass die Luft in diesem Bereich schneller durch die Kühlfinnen befördert werden kann.



Ebenso ist bei einem seitlichen Blick auf den Tower-Kühler sehr schön zu erkennen, dass dieser asymmetrisch aufgebaut wurde. Dies bedeutet, dass die Bodenplatte nicht zentriert unter dem Kühlturm, sondern leicht seitlich versetzt zu diesem montiert wurde. Dies hat den Vorteil, dass der Kühler auch mit montiertem Lüfter nicht in den Bereich der Arbeitsspeicher und des oberen Erweiterungsslots hineinragt.

Schaut man einmal auf die Unterseite des Kühlers, so kann man erkennen, dass Xilence bei dem I402 nicht auf eine zweiteilige Bodenplatte setzt, sondern den Kühler mit Direct-Touch-Heatpipes ausgestattet hat. Dies hat den Vorteil, dass die Abwärme direkt und ohne Umwege über eine zusätzliche Kupferplatte von den Heatpipes aufgenommen werden kann. Bei dieser Anordnung der Heatpipes liegen diese somit direkt auf der CPU auf. Bei der Montage der Heatpipes muss vom Hersteller jedoch darauf geachtet werden, dass zwischen der Bodenplatte, in welche die Heatpipes eingelassen sind und den Heatpipes keine Spalten entstehen, welche die Übertragung der Abwärme reduzieren würden. Hierzu werden die Heatpipes sowie auch die Bodenplatte auf ihrer Unterseite plan geschliffen und weisen daher häufig viele hauchfeine Riefen auf, welche jedoch problemlos von der zum Einsatz kommenden Wärmeleitpaste ausgeglichen werden.
Xilence setzt in dem I402 auf zwei nicht vernickelte Kupferheatpipes mit einem Durchmesser von 6mm ein.



Betrachtet man die Bodenplatte einmal etwas genauer, so kann man feststellen, dass Xilence die Heatpipes sehr sauber in die Bodenplatte eingearbeitet hat. Jedoch kann man in der Bodenplatte als auch in den Heatpipes kleine Kratzer erkennen. Diese sind zwar sehr gering und können problemlos durch die Wärmeleitpaste ausgeglichen werden, sollten aber dennoch nicht in dieser Form vorkommen.



Diese Kratzer sind nach Aussage von Xilence der Tatsache geschuldet, dass es sich bei dem uns schon vor dem Launch zur Verfügung gestellten Testmuster um ein Early Sample handelt, welches schon intern ausgestellt worden sein kann und extra vorab an uns versendet worden ist.
Die aus Aluminium gefertigte Bodenplatte ist im oberen Bereich etwas breiter ausgelegt, als die eigentliche Auflagefläche der CPU. Dies hat den Hintergrund, dass die Bodenplatte zugleich als Aufnahmepunkt für die beiden Montageträger dient, welche im Auslieferungszustand schon an diesen montiert sind.

Als Lüfter kommt auf dem I402 ein 92-mm-Lüfter von Xilence zum Einsatz, welcher in einer schwarz/roten Farbkombination gehalten ist. Der Lüfterrahmen weißt dabei keine Besonderheiten auf und ist aus schwarzem Kunststoff gehalten.



Der verbaute Impeller ist aus rotem Kunststoff gefertigt und verfügt über sieben Lüfterblätter, welche über keinerlei Besonderheiten verfügen. Mittig auf der Rotornarbe wurde das Xilence Logo aufgeklebt.

Wirft man einmal einen Blick auf die Rückseite des Lüfters, so kann man vier geradlinig verlaufende Stege erkennen, an welchen der Impeller befestigt ist.



In den Vier Ecken des Lüfters sind zudem aufgeklebte Moosgummipuffer zu erkennen, durch welche der Lüfter auf dem Kühlkörper entkoppelt wird.



Betrachtet man einmal das Anschlusskabel etwas genauer, so ist zu erkennen, dass dieses nicht ganz in die Aussparung des Steges passt, durch welches es zur Rotornarbe geführt wird. Diese Aussparung ist eigentlich für ein 3-Pin-Kabel ausgelegt, wodurch das Anschlusskabel über den Rand des Steges übersteht. Hierdurch wird dieses im montierten Zustand des Lüfters zwischen diesem und den Aluminiumfinnen eingeklemmt. Auch wenn die Isolierung des Kabels bei unserem Testmuster nicht beschädigt ist, sondern das Kabel nur an mehreren Stellen gequetscht ist, handelt es sich hierbei um einen sehr unschönen Zustand. Dieser Mangel wurde schon während des Tests an Xilence weitergeleitet.
Uns hat auch einen Tag vor dem Launch ein Bild von Xilence erreicht, auf dem zu erkennen ist, dass die Anschlusskabel nun vollständig in der Nut verschwindet und so nicht beschädigt werden kann.



Was die Verarbeitung angeht, gibt es bei dem I402 Höhen und Tiefen. Wo der Lamellenblock sehr sauber verarbeitet wurde, weist die Unterseite der Bodenplatte leider sehr feiner Kratzer auf. Schlimmer finden wir jedoch die Tatsache, dass das Anschlusskabel des Lüfters zwischen dem Lüfter und Lamellenblock eingeklemmt und gequetscht wird, was jedoch dem Early Sample geschuldet ist.


Montage:

Die Montage des I402 gestaltet sich dadurch, dass der Kühler nur für Intel Systeme mit dem Sockel 115X geeignet ist recht einfach.
Im ersten Arbeitsschritt muss die CPU mit der mitgelieferten Wärmeleitpaste bestrichen und der CPU-Kühler auf die CPU aufgesetzt werden. Anschließend wird die mitgelieferte Backplane an die Rückseite des Mainboards gehalten. Diese kann dann mit dem schon an dem Kühler befestigten Montagekit verschraubt werden.
Der mitgelieferte Lüfter wird ganz einfach mittels zwei Lüfterklammern an dem Kühlkörper befestigt.



Der Kühler könnte durch seinen Aufbau zwar mit einem zweiten Lüfter ausgestattet werden, Xilence liefert hier jedoch leider keinen zweiten Satz Lüfterklammern mit.


Testsystem:

Durch die geringere Kompatibilität des Kühlers in Bezug auf den verwendeten Sockel müssen wir in diesem Test leider auf ein alternatives Testsystem ausweichen.

Das Testsystem besteht aus:
  • Intel i7 3770K
  • Asus Maximus IV Extreme
  • 4 x 2GB 1600MHz CL6 Mushkin Copperhead
  • Sapphire HD5970


Die komplette Hardware wird @ Stock also nicht übertaktet betrieben.

Um eine Verfälschung der Temperaturen durch andere Hardwarebauteile weitestgehend auszuschließen, wird die gesamte restliche Hardware mit Wasser gekühlt.

Dies erlaubt es uns, zusätzlich CPU Wasserkühler auf diesem System zu testen.


Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,4°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einer Idle time von 45 Minuten und nach einem anschließendem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Ausgelesen wurden diese Werte mit Aida64 Extreme Edition.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.





Mit einem Blick ist zu erkennen, dass sich der Xilence I402 im hinteren Drittel des Testfeldes platziert. Hierzu muss erwähnt werden, dass es sich bei den ersten beiden Kühlern um recht mächtige Tower-Kühler handelt, welche nur durch ihre geringe Kompatibilität in diesem Testfeld zu finden sind. Dennoch reicht die Leistung des Xilence I402 nicht um eine übertaktete CPU zu kühlen, unsere CPU wurde aber noch deutlich besser gekühlt als mit dem Boxed Kühler.


Fazit:

Der Xilence I402 zeigte sich in unserem Test mal von seiner guten, mal von seiner weniger schicken Seite. Seine schlechte Seite zeigt sich stellenweise im Bereich der Verarbeitung, wobei man erwähnen muss, dass dies dem Early Sample geschuldet ist. Wo wir die kleinen Kratzer auf der Unterseite der Bodenplatte noch verschmerzen können, handelt es sich bei dem gequetschten Kabel um ein No-Go, welches nach unseren Informationen schon während unseres Tests von Xilence abgestellt wurde. Die Verarbeitung des Kühlturms selbst ist sauber ausgeführt und gibt und keinerlei Grund zur Beanstandung. Was die Kühlleistung angeht, hat sich der Xilence I402 genau in dem Bereich platziert, in dem wir ihn vor dem Test auch in etwa eingeschätzt hatten und auf dessen Einsatzgebiet der Kühler auch ausgelegt ist. Xilence hat mit dem I402 einen kompakten Tower-Kühler in sein Sortiment aufgenommen, welcher zu einem geringen Verkaufspreis von aktuell nicht ganz 17€ eine Kühlleistung liefert, welche deutlich über der des Boxed Kühler liegt und welche zudem noch mit einem etwas geringeren Geräuschpegel erreicht wird.



Pro
  • Kühlleistung
  • Sehr einfache Montage
  • Preis



Contra

  • Gequetschtes Anschlusskabel (Early Sample)
  • Kleine Beschädigungen in der Bodenplatte (Early Sample)
  • Fehlende Klammern zur Montage eines zweiten Lüfters




Kühlleistung

Verarbeitung (Early Sample)

Montage

Kompatibilität

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis







Wir danken Xilence für die Bereitstellung des Testmusters.


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