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ASRock - Fatal1ty X99 Professional Gaming i7
Patrick
Chefredakteur

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Posts: 1370
# 13.02.2017 - 15:07:25
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Mit dem Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 haben wir heute ein Sockel 2011-V3 Mainboard von ASRock im Test, welches sich bedingt durch die gebotene Ausstattung und Performance an Enthusiasten richtet, für welche ein Mainboard mit einer Grundausstattung nicht in Frage kommt.



Welche Details in dem Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 von ASRock stecken und wie sich das Sockel 2011-V3 Mainboard in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:
  • Format: ATX
  • Farbe: Schwarz, Rot
  • Chipsatz: Intel X99
    Sockel: 2011-V3 (für Intels "Haswell-E" & "Broadwell-E"-CPUs)
  • RAM: 8x DDR4 (max. 128 GB, 3.300+ MHz (OC))
    Quad-Channel
  • Slots (physisch):
    2x PCIe (3.0) x16
    1x PCIe (3.0) x16 (elektrisch x8)
    Kompatible Multi-VGA-Konfigurationen: 3-Way-SLI / 3-Way-CrossFireX
    2x PCIe (2.0) x1
    1x M.2 Key E (belegt durch WiFi/BT)
  • Interne Anschlüsse:
    10x SATA 6G (RAID 0, 1, 5, 10, RST 13, davon 2 durch SATA-Express)
    1x SATA Express
    2x M.2 NGFF (PCIe 3.0 x4)
    2x USB 3.0 (2x Header)
    4x USB 2.0 (2x Header)
    1x Serial Port (COM)
    1x TPM
    5x Lüfter (2x 4-Pin, 4x 3-Pin)
    Debug/Overclocking Switches & LEDs
    Power/Reset/LED/Front-Audio
  • Externe Anschlüsse:
    1x PS/2 Tastatur/Maus
    2x USB 3.1 (je 1× Typ A und Typ C)
    4x USB 3.0
    2x USB 2.0 (1x dedizierter Fatal1ty-Mausport)
    1x Clear CMOS-Switch
    2x Gigabit-LAN (I218-V / I211AT )
    2x WLAN-Antenne (im Lieferumfang)
    1x S/PDIF optisch
    5x Audio (7.1, Realtek ALC1150)
  • Stromversorgung:
    1x 24-Pin ATX
    1x 8-Pin ATX12V


Lieferumfang:
  • I/O Shield
  • 4 x SATA-Kabel
  • 1 x ASRock SLI_HB_Bridge_2S Card
  • 1 x ASRock SLI_Bridge_2S Card
  • 1 x ASRock 3-Way SLI-2S1S Bridge Card
  • 2 x ASRock WiFi 2.4/5 GHz Antenne
  • 2 x Schraube für M.2 Steckplatz
  • Treiber CD
  • Schnellanleitung




Design und Verarbeitung:

Das Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 wird von ASRock in einer Verpackung geliefert, welche in einer schwarz/roten Farbgebung gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite prangt nicht nur ein riesiger X99 Schriftzug, sondern es wurde auch die genaue Modellbezeichnung sowie das Fatal1ty Logo abgedruckt. Zudem sind hier etwas blassere Pfeile zu erkennen, welche einem schon einen ersten Hinweis auf das Design des Mainboards geben.
Mit einem Blick auf die Verpackungsrückseite findet man mehrere Detailbilder vor, anhand welcher man schon vor dem Auspacken des Mainboards die wichtigsten Komponenten aufgezeigt bekommt.

Innerhalb der Verpackung ist das Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 Mainboard nicht nur in einer antistatischen Folie untergebracht, sondern zusätzlich auch noch in ein Schaumstoffpolster gebettet.

Entnimmt man das Mainboard aus seiner Verpackung, so fällt einem schon bei dem ersten Blick auf das verwendete PCB auf, dass dieses an das Design der Verpackung angelehnt wurde. Hierzu wurde das mattschwarze PCB u.a. mit dunkel roten Designelementen bedruckt. Durch die schwarz/rote Farbgebung, welche ASRock dem Mainboard verpasst hat, lässt es sich sehr gut in viele Casemods eingliedern. Die von ASRock verwendete Farbkombination hat sich in den letzten Jahren fest im Bereich der Gaming Mainboards etabliert. ASRock hat jedoch nicht nur das mattschwarze PCB mit einem speziellen Design versehen, sondern auch die verbauten Kühlkörper, welche mit zusätzlichen Aluminiumelementen versehen wurden, welche das Design des PCBs aufgreifen.

Speziell für Casemodder hat ASRock in Zusammenarbeit mit Bitspower einen Wasserkühler für das Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 entwickelt, welcher an das Design des Mainboards angepasst wurde.



Das Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 ist jedoch nicht nur mit einem schicken Design versehen, sondern hat auch eine großzügige Ausstattung mit an Board. Den Anfang machen hier die verbauten Anschlüsse für die verschiedenen Laufwerkstypen. Betrachtet man den Bereich um die Southbridge einmal etwas genauer, so wird man oberhalb des verbauten Kühlkörpers zwei SATA 6G Anschlüsse vorfinden. Zur rechten Mainboardseite hingerichtet sind acht weitere SATA 6G Anschlüsse verbaut, wobei zwei dieser Anschlüsse auch als ein SATA-Express-Anschluss genutzt werden können.



ASRock hat es jedoch nicht nur bei diesen Anschlüssen belassen, sondern hat dem Mainboard auch noch zwei super schnelle M.2 NGFF (PCIe 3.0 x4) Anschlüsse verpasst.
Diese sind per PCIe angebunden und liefern somit eine Übertragungsrate von bis zu 32Gb/s. Durch die am unteren M.2 Steckplatz verbauten Montagegewinde kann hier nicht nur eine M.2 SSD mit der Länge von 30mm, 42mm, 60mm oder 80mm verbaut werden, sondern auch eine extra lange M.2 SSD mit einer Länge von 110mm.



Um die beiden M.2 Anschlüsse mit eine PCIe 3.0 x4 Anbindung nutzen zu können, muss man eine CPU einsetzten, welche einem mehr als 28 PCIe-Lanes zur Verfügung stellt. Kommt eine CPU mit nur 28 Lanes zum Einsatz, so kann der obere Anschluss nur im viel langsameren SATA-Mode genutzt werden.

Zur weiteren Ausstattung gehören natürlich auch die PCIe-Steckplätze, wovon sich auf dem Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 insgesamt fünf Stück befinden. Zwei dieser PCIe-Anschlüsse sind als PCIe (2.0) x1 ausgeführt und dienen somit zum Anschluss kleinerer Erweiterungskarten wie einer TV-Karte etc. Die restlichen Anschlüsse sind alle als physikalische x16 Slots ausgeführt, wobei jedoch nur die beiden oberen x16-Slots auch per PCIe (3.0) x16 angebunden sind. Der untere Slot ist per PCIe (3.0) x8 angebunden und bietet somit nur die halbe Bandbreite. ASRock hat die physikalischen x16-Slots zudem mit einem speziellen Rahmen versehen, durch welchen die Slots vor einer zu hohen Belastung geschützt werden sollen, welche z.B. durch besonders schwere Grafikkarten hervorgerufen werden kann.



Um die verbauten Anschlüsse gleich voll bestücken zu können, legt ASRock nicht nur eine normale 2-Way- und 3-Way-SLI-Bridge bei, sondern auch noch eine 2-Way-HB-SLI-Bridge, welche auf aktuellen NVIDIA Grafikkarten eingesetzt werden muss, die mit einer Pascal-GPU ausgestattet sind. Eine solche SLI-Bridge wird nur von wenigen Herstellern beigelegt und muss somit in der Regel gesondert nachgekauft werden.

Neben diesen Anschlüssen verfügt das Mainboard auch noch über einen M.2 Key E, welcher werksseitig durch das verbaute WiFi- und Bluetooth-Modul belegt ist und sich im Bereich des I/O-Panels befindet. Die hier verbaute Karte funkt mit dem 802.11ac Standard und somit im 2,4 GHz und 5 GHz Netz.
Neben einem PS2 und zwei USB 2.0 Anschlüssen hat ASRock hier auch noch zwei Gigabit-Netzwerkports, vier USB 3.0 Anschlüsse, analogen Audioanschlüssen, einen optischen Audioanschluss und zwei USB 3.1 Anschlüsse verbaut, von denen einer als Type C Anschluss ausgeführt wurde.



Um die externen Anschlüsse noch zu erweitern, verfügt das X99 Taichi über interne Header, durch welche vier weitere USB 2.0 und USB 3.0 Anschlüsse sowie einen COM-Anschluss bereitgestellt werden. Entsprechende Slotblenden befinden sich jedoch leider nicht im Lieferumfang.

Für einen guten Sound soll der Realtek ALC1150 Chip mit Nichicon Fine Gold Audio Kondensatoren, 115dB SNR DAC und den TI NE5532 Kopfhörer Verstärker sorgen. Der PCB-Bereich der Soundkarte ist vom restlichen Mainboard entkoppelt und wurde mit einer schwarzen Abdeckung versehen. Zusätzlich wird das Creative-Sound-Blaster-Cinema-3-Feature unterstützt.



Als Sockel kommt auf dem Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 ein Sockel 2011-V3 zum Einsatz, welcher über zwei Montagebügel verfügt, durch welche ein bessere und gleichmäßigerer Anpressdruck der CPU erreicht werden soll.



Für eine stabile Spannungsversorgung sorgt das 12-Phasen-Design in Kombination mit sehr hochwertigen Nichicon 12K Platinum Kondensatoren.



Um die Spannungsversorgung vom Netzteil zum Mainboard sicherzustellen, wurde neben dem 24-PIN-ATX-Anschluss auch noch ein 8-PIN-EPS-Anschluss auf dem Mainboard verbaut, welcher sich oberhalb des mächtigen Kühlkörpers für die Spannungswandler befindet.



Links und rechts von dem Sockel wurden jeweils vier DDR4 Speicherslots verbaut, welche im Quad Channel agieren und bis zu 128GB DDR4 UDIMM und in Kombination mit einer Intel® Xeon® CPU 256GB RDIMM aufnehmen. Die maximale Geschwindigkeit ist seitens ASRock mit DDR4-3300+ OC angegeben.



ASRock hat sich schon während der Entwicklung des Mainboards Gedanken darüber gemacht, welche Nutzer das Mainboard später verwenden werden und hat für Nutzer einer Wasserkühlung nicht nur in Zusammenarbeit mit Bitspower einen schicken Wasserkühler designt, sondern hat das Mainboard auch mit einem speziellen 4-PIN-Anschluss ausgestattet, welcher zum Anschluss einer Wasserpumpe dient.



Für Anwender, welche das Mainboard auf einem Benchtable verwenden, hat ASRock im oberen rechten Bereich zwei Schalter verbaut, mittels welchen sich das System einschalten bzw. resetten lässt.

In der unteren rechten Ecke des Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 wurde die Dr. Debug 7-Segment LED Postcode Anzeige verbaut, welche bei einer eventuellen Fehlersuche sehr hilfreich sein kann, da sie einem z.B. anzeigt, welche Funktion während des Bootvorgangs gerade initialisiert wird.



Am unteren Rand des Mainboards befindet sich zudem noch ein kleiner Schalter, mittels welchem man zwischen den beiden BIOS-ROMs umschalten kann.




Das Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 wurde seitens ASRock nicht nur sehr gut und optisch ansprechend verarbeitet, sondern es verfügt auch über eine sehr großzügige Ausstattung.


Bios:

Das UEFI BIOS ist sauber strukturiert und grafisch ansprechend gestaltet worden. Es bietet einem die Möglichkeit, alle gewünschten Einstellungen einfach und ohne Umwege durchzuführen. Speziell für Overclocker bietet das Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 mit dem OC-Tweaker eine Bios-Funktion, mittels welcher man eine ganze Reihe an Einstellungen vornehmen kann, durch welche die Leistung gesteigert werden kann.

Durch die großzügig dimensionierte Spannungsversorgung, welche zudem über hochwertige Komponenten verfügt, steht einem auch im Bereich der verbauten Hardware nichts im Wege.


Testsystem:

Um das ASRock - X99 Taichi auf Herz und Nieren testen zu können, haben wir bei der aufgebauten Testumgebung zudem noch diese Komponenten eingesetzt:
  • Intel Core i7 6950X
  • ZOTAC GTX 980 TI AMP Extreme
  • 4 x 8GB HyperX Fury 2666MHz DDR4 Speicher
  • be quiet! DARK POWER PRO 11 750W CM
  • HyperX FURY SSD - 240GB


Test:









Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass das Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 durchweg mit einer sehr guten Performance punkten kann, durch welche sich das Mainboard nicht nur für Spieler eignet, sondern auch für Anwender, welche eine hohe CPU-Rechenleistung benötigen. Die meisten Anwender werden das Mainboard mit einer normalen Intel Core I7 CPU betreiben, wodurch im Gegensatz zum kürzlich eingeführten Z270 Chipsatz mit 128GB schon die doppelte Speicherkapazität genutzt werden kann. Für den Fall das noch mehr Arbeitsspeicher benötigt wird, kann das Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 auch mit einer Intel Xeon CPU bestückt werden, wodurch man bis zu 256GB DDR4 RDIMM Speicher nutzen kann. Durch die hochwertigen Komponenten, welche auf dem Mainboard verbaut sind, war in unserem Test auch eine sehr gute Übertaktung möglich. Wir konnten in unserem Test einen Takt von 4,3 GHz erreichen. Hierzu musste die CPU Spannung auf 1,31V eingestellt werden. Das erreichte OC-Ergebnis ist für eine CPU mit 10 Kernen beachtlich.



Fazit:

Mit dem Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 hat ASROCK ein sehr hochwertiges Sockel 2011-V3 Mainboard in seinem Sortiment, welches nicht nur eine gute Ausstattung bietet, sondern auch ein sehr gutes OC-Potenzial mitbringt. Was die erbrachte Leistung angeht, konnte das Mainboard in unserem Test mit einer sehr guten Performance punkten, durch welche sich das Mainboard bestens für den Einsatz in einem Gaming-PC eignet. Für diese Einsatzgebiet ist nicht nur die Leistung bestens ausgelegt, sondern auch die Ausstattung ist sehr gut auf das von ASRock angepeilte Einsatzgebiet abgestimmt. So kann man auf dem Fatal1ty X99 Professional Gaming i7 nicht nur ein schnelles SLI- oder Crossfire-System aufbauen, sondern das Mainboard verfügt auch über zwei sehr schnelle M.2 Steckplätze, wobei einer von diesen Steckplätzen sogar eine M.2 SSD mit einer Länge von 110mm aufnimmt. Im Vergleich zu vielen anderen Sockel 2011-V3 Mainboards ist es zudem möglich, eine Intel Xeon CPU zu betreiben, wodurch auch der Speicherausbau verdoppelt werden kann. ASRock hat jedoch nicht nur die internen Steckplätze und Erweiterungsmöglichkeiten großzügig ausgelegt, sondern hat auch am I/O-Panel mit zwei USB 3.1 Anschlüssen sowie einem WiFi-Modul Komponenten untergebracht, welche man nicht bei jedem X99-Mainboard findet. Preislich liegt das Mainboard aktuell bei knapp 310€.





Pro
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Design (optionaler Wasserkühler erhältlich, welche an das PCB-Design angepasst ist)
  • Hohe Leistung
  • Ausstattung
  • Großes OC Potenzial



Contra
  • -



Lieferumfang

Verarbeitung

Ausstattung

Leistung

Effizienz

Modding

Preis






Wir danken ASRock sehr für die Bereitstellung des Testmusters.



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