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Prolimatech PK-3 Wärmeleitpaste im Test
Patrick
Chefredakteur

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Posts: 1795
# 19.07.2012 - 22:50:21
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Nachdem wir vor kurzem die neue PK-2 Wärmeleitpaste von Prolimatech in diesem getestet haben, schauen wir uns heute die neue PK-3 Wärmeleitpaste mit Nanopartikel von Prolimatech an.



Durch die verwendeten Nanopartikel sollen Lufteinschlüsse minimiert werden und die Wärmeabgabe erhöht werden. Ob dieses Konzept aufgeht, werden wir in diesem Review für euch herausfinden.


Einleitung:

Funktion und Aufgabe von Wärmeleitpasten

Warum eigentlich Wärmeleitpaste verwenden?
Viele Komponenten in einem Computer, wie z.b. CPU, GPU und Chipsatz produzieren Abwärme, welche über Kühlkörper und Lüfter an die Luft abgegeben wird. Damit diese Abwärme jedoch vom Kühlkörper an die Umgebung abgegeben werden kann, muss diese erst einmal den Kühlkörper erreichen. Dies geschieht durch direkten Kontakt des Kühlers mit der Wärmequelle. Doch hier trifft man bereits auf ein Problem. Was für das menschliche Auge wie ein direkter Kontakt zwischen Kühlkörper und Wärmequelle aussieht, ist aber noch lange nicht der Fall. Selbst minimalste, nahezu unsichtbare Unebenheiten an den Kontaktflächen sorgen für kleine Lufteinschlüsse, welche bezüglich der Wärmeübertragung an den Kühlkörper isolierend wirken.
An dieser Stelle kommen nun die Wärmeleitpasten zum Einsatz. Wird die Paste zwischen Kühlkörper und Wärmequelle aufgetragen, füllt sie die Unebenheiten aus und verhindert somit den Einschluss von Luft. Aufgrund ihrer guten Fähigkeit die Wärme zu transportieren, klappt der Übergang der Wärme, z.B. von der Prozessoroberfläche zum Kühler, besser als ohne.

Weniger ist mehr!
Es ist jedoch zu beachten, das die Wärmeleitfähigkeit der verschiedenen Pasten noch lange nicht an die Fähigkeiten heran reichen, über welche die Kühler (meist aus Aluminium oder Kupfer) verfügen. Aus diesem Grund sollte man bei der Verarbeitung der Wärmeleitpaste Vorsicht walten lassen, denn je dicker die Schicht zwischen Kühler und Wärmequelle wird, umso wärmeisolierender wirkt sie sich aus und desto schlechter wird die Hardware gekühlt.


Die PK-3 Paste im Detail:

Die PK-3 Wärmeleitpaste von Prolimatech wird wie auch schon die PK-2 Paste in drei verschiedenen Größen ausgeliefert. Die Paste gibt es in 1,5g, 5g, und 30g Tuben.







Durch die Verwendung von Nanopartikeln ist sie jedoch zähflüssiger als die schon getestete PK-2, soll jedoch durch Verminderung von Lufteinschlüssen die Wärmeabgabe erhöhen und somit für eine höhere Kühlleistung sorgen.



Gegenüber der sehr guten PK-2 wurde der Wärmewiderstand noch verringert (0,013 °C -in²/W) und die Wärmeleitfähigkeit mit 11,2 W/m-°C sogar vergrößert!
Prolimatech war so freundlich und hat uns auch von dieser Paste alle drei Füllmengen zur Verfügung gestellt, damit wir euch diese vorstellen können.

Die PK-3 Paste wird bei jeder Füllmenge in entsprechenden Spritzen ausgeliefert, was das Auftragen erleichtern soll. Gerade bei kleinen Füllmengen unter 2g werden Wärmeleitpasten oft in kleine Tütchen ausgeliefert, welche nach einem einmaligen Gebrauch nicht wieder verschlossen werden können. Anders ist dies bei den hier verwendeten Spritzen.
Die Spritzen kommen in einer Umverpackung aus einem dünnem Karton. Auf der OVP sind die wichtigsten Informationen über die Wärmeleitpaste in englischer Sprache abgedruckt.



Bei den beiden großen Füllmengen ist zudem ein Sichtfenster in die OVP eingearbeitet.
Um die Pasten besser auftragen zu können, liegt jeder Spritze eine entsprechendes Hilfsmittel bei.
Bei der 1,5g Spritze geschieht dies in Form eines kleinen Papstreifens, welche mit dem Prolimatechlogo bedruckt ist.
bei den beiden größeren Spritzen wird jeweils eine kleine Spachtel aus durchsichtigem Kunststoff beigepackt.

  • Inhalt: 1,5g, 5g oder 30g
  • Dichte: 2.7g/cm³
  • Farbe: Grau
  • Elektrische Leitfähigkeit: Nicht elektrisch leitend
  • Wärmewiderstand: 0.013 ℃-in²/W
  • Wärmeleitfähigkeit: 11.2 W/m-℃


Das Testsystem & Testverfahren:

Auch die PK-3 Wärmeleitpaste testen auf unserem I7 Testsystem.

Das Testsystem besteht aus:

  • I7 975XE @ 4,3GHz
  • Rampage III Extreme
  • ATI HD5970
  • 24GB (6 x 4048MB DDR3 1866MHz)
  • Areca 1880ix
  • 4 x 300GB Seagate SAS im Raid 5

Als Kühler kommt ein Heatkiller 3.0 in der Kupfervariante zum Einsatz. Alle anderen Komponenten sind ebenfalls wassergekühlt. Um die Temperaturen jedoch nicht zu verfälschen sind diese in einen 2. Wasserkreislauf eingebunden.

Die Wärmeleitpaste werden in unseren Tests mittels einer speziellen Spachtel, wie sie auch im Lieferumfang der beiden größeren Füllmengen enthalten ist, gleichmäßig und nicht zu dick auf der CPU verteilt.

Mittels Prime95 werden wir der CPU und der jeweiligen Wärmeleitpaste 20 Minuten zum Aufwärmen gewähren. Im Anschluss wird die CPU mittels Prime95 40 Minuten lang gestresst. In diesem Zeitraum werden alle 5 Minuten die Temperaturen der einzelnen Kerne abgespeichert. Der Mittelwert aller Kerne und Messungen dient später als Ergebnis. Die Temperaturen werden mit Aida64 Extreme Edition ausgewertet.


Um auch den Nutzern von Luftkühlern einen kleinen Vergleich geben zu können und um zu sehen, wie sich die PK-3 Wärmeleitpaste bei höheren Temperaturen verhält, haben wir diesen Test nun zusätzlich noch mit einem entsprechenden Luftkühler durchgeführt.

Der Testablauf ist hierbei bis auf den verwendeten CPU-Kühler vollkommen gleich geblieben.

Der Wasserkreislauf des Heatkillers 3.0 wurde deaktiviert. Stattdessen verwenden wir in diesem Test den Phanteks PH-TC14CS.



Bei diesem Kühler handelt es sich um einen Topblower, welcher mit zwei 120-mm-Lüfter betrieben werden kann. In unserem Test verwenden wir nur einen der originalen 120-mm-Lüfter von Phanteks.
Wir haben uns für diesen Kühler entschieden, da er einer der besten Topblower ist, welcher zudem über eine vernickelte Bodenplatte verfügt.



Dies hat im Gegenteil zu Kühlern mit einer Direct Touch Heatpipe den Vorteil, das die Wärmeleitpaste in der selben Menge und Stärke aufgetragen werden muss wie es bei dem verwendeten Wasserkühler der Fall war und nicht noch die Rillen zwischen den einzelnen Heatpipes mit Paste gefüllt sein müssen.

Um die Abwärme der restlichen Komponenten nicht am CPU-Kühler zu spüren, werden wie gehabt alle restlichen Komponenten mittels Wasser gekühlt. Auch die Taktraten bleiben in diesem Test die selben.

Testergebnisse:






Wie man an dem Ergebnis erkennen kann, konnte sich die PK-3 an die Spitze des Testfeldes setzten. Sie ist unter Verwendung eines Wasserkühlers als auch bei hohen Temperaturen, welche durch die Nutzung eines Luftkühlers auf dem selben System entstehen, die beste Wärmeleitpaste im Test.



Fazit:

Wie dem Testergebnis zu entnehmen ist, hat sich die Entwicklungsarbeit von Prolimatech gelohnt. Die Wärmeleitpaste PK-3 erreichte in unserem Test Bestwerte und setzte sich an die Spitze des Testfeldes. Bedingt durch die Viskosität der PK-3 Paste lässt sich diese nicht so leicht auf der CPU verstreichen wie andere von uns getestete Wärmeleitpasten. Sie ist aber dennoch sehr gut zu verarbeiten. Die etwas höheren Anschaffungskosten im Gegensatz zu der PK-2 lohnen sich für jeden, der eine gut Kühlleistung erreichen will.
Für Overclocker, bei denen es auf jedes Grad ankommt und bei Nutzern von Wasserkühlungen können wir diese Wärmeleitpaste nur empfehlen.

Pro
  • Sehr gute Leistung und er Luft- und Wasserkühlung
  • Verschiedene Füllmengen


Contra
  • Nur Papstreifen und keine Plastikspachtel bei der 1,5g Spritze






Wir danken prolimatech.com für die Bereitstellung der Testmuster.



Die Paste gibt es u.a. bei zu kaufen. Die 1,5g Variante kostet 4,9€ die 5g 14,9€ und die 30g Spritze schlägt mit 30,9€ zu buche.

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