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Xilence - Performance X 750W-M - XP750MR
Michael
Redakteur

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Posts: 271
# 17.08.2017 - 13:00:00
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Mit dem Performance X 750W-M haben wir heute ein leistungsstarkes Netzteil aus dem Hause Xilence im Test, welches neben einer guten Performance auch eine hohe Effizienz bieten soll.



Welche Leistung in dem neuen Performance X 750W-M von Xilence steckt und wie sich das Netzteil in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:
  • Maße: 160 mm x 150 mm x 87 mm
  • Lüfter: 135 mm
  • Farbe: Schwarz
  • Effizienz: 80 PLUS Gold 230V EU
  • Active PFC
  • Leistung: 750 W
  • +3,3V: 20 A
  • +5V: 20 A
  • +3,3V & +5V kombiniert: 100 W
  • +12V: 62,5 A
  • -12V: 0,3 A
  • +5Vsb: 2,5 A


Anschlüsse:


1 x 20+4 Pin


1 x 8 Pin EPS


4 x 6+2 PCI-E


8 x SATA


4 x Molex


1 x Floppy


Lieferumfang:
  • Xilenc Performance X 750W-M
  • Modulares Kabelsignal
  • Schraubenset
  • Sicherheitshinweis
  • Hinweis auf Garantieverlängerung
  • Stromkabel




Design und Verarbeitung:

Die Netzteile der neuen Performance X Serie werden von Xilence in einer Verpackung geliefert, deren Aufmachung die gleiche ist, wie wir sie schon von vergangenen Produkten aus dem Hause Xilence kennen. Somit ist auch die Verpackung der neuen Perfomance X Serie überwiegend in den Farben Schwarz und Weiß gestaltet.
Auf der Verpackungsvorderseite ist neben dem Xilence Logo und dem Schriftzug Performance A+ Serie auch eine skizzierte Abbildung des Netzteiles zu finden.



Zudem sind auf der Verpackungsvorderseite noch die wichtigsten Features sowie ein Hinweis auf die 80PLUS GOLD Zertifizierung zu finden. Die vier Außenseiten der OVP sind durchweg in Schwarz gehalten. Auf drei der vier Seiten ist das Xilence Logo sowie der Schriftzug Performance X Serie abgedruckt.
Auf der Verpackungsrückseite ist neben einem Produktbild des Netzteiles auch ein Hinweis auf die technischen Details sowie die Kabellängen zu finden.



Innerhalb der OVP wird das Netzteil durch eine Luftpolsterfolie vor leichten Kratzern geschützt.

Entnimmt man das Netzteil aus seiner Verpackung, so hält man ein Netzteil in der Hand, welches in einem schwarzen Design daher kommt. Das Netzteilgehäuse wurde mit einer schwarzen Pulverbeschichtung versehen, welche eine sehr feine Struktur aufweist und das Netzteil sehr dezent wirken lässt.



In die linke Seitenwand des Netzteiles wurde neben dem Xilence Logo auch der Xilence Schriftzug eingeprägt.



Casemodder dürfen sich bei einem Blick auf die Oberseite des Netzteiles freuen, denn diese ist frei von jeglichen Aufklebern.



Das Typenschild, welches neben der Modellbezeichnung auch die technischen Details bereit hält, wurde auf der rechten Gehäuseseite aufgeklebt.



Somit ist dieses nicht zu erkennen, wenn man das Netzteil am Gehäuseboden so verbaut, dass der in der Netzteilunterseite eingelassene Lüfter frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugt. An dieser Stelle hat Xilence einen 135 mm großen Lüfter verbaut, welcher bis zu einer Netzteilauslastung von 70% mit einer Drehzahl von gerade einmal 450 RPM dreht. Durch diese Lüftersteuerung arbeitet das Netzteil im Officebetrieb sowie bei Multimediaanwendungen fast lautlos.



Wie wir es von anderen Netzteilen aus dem Hause Xilence kennen, ist auch der in dem Performance X 750W-M verbaute Lüfter aus rot/schwarzen Kunststoff gefertigt worden. Der Impeller, welcher über 11 Lüfterblätter verfügt, weist keine besondere Blattgeometrie auf und ist aus rotem Kunststoff gefertigt.
Geschützt wird der Lüfter durch ein schwarzes Lüftergitter, welches in der Mitte mit dem Xilence Logo versehen ist.

Auf der Vorderseite des Netzteiles findet man neben der obligatorischen Kaltgerätebuchse auch einen Powerschalter vor. Diese beiden Komponenten befinden sich innerhalb eines großflächigen Wabengitters, welches als Luftauslass fungiert.



Blickt man einmal auf die Rückseite des Netzteilgehäuses, so findet man neben dem fest mit dem Netzteil verbundenen ATX- als auch 4+4-Pin-EPS-Kabelstrang noch sechs modulare Anschlüsse vor.



Auf der Seite der modularen Anschlüsse hat Xilence zwei rote Anschlüsse eingearbeitet, welche zum Anschluss der der Erweiterungskarten dienen. Über diese Anschlüsse werden einem vier 6+2 PIN-PCIe-Stromanschlüsse zur Verfügung gestellt. Neben den beiden roten Anschlüssen wurden auch noch vier schwarze Anschlüsse untergebracht, an welche die Kabel für die verschiedenen Laufwerke angeschlossen werden.



Alle Kabel wurden mit einem schwarzen Sleeving versehen, welches fast vollkommen blickdicht ausgeführt wurde. Da die verwendeten Kabel über eine schwarze Isolierung verfügen, fallen die sehr feinen Lücken innerhalb des Sleevings kaum auf.

Innerer Aufbau

Mit einem Blick in das Netzteilinnere, welches durch das Öffnen des Gehäuses nicht nur einen Garantieverlust mit sich bringt, sondern durch stromführende Komponenten lebensgefährlich sein kann, wird man mit einem ersten Blick schon feststellen, dass Xilence bei den ausgewählten Komponenten im Gegensatz zu den kleineren Modellen, welche wir schon Xilence im Test hatten, bei dem neuen Performance X 750W-M nicht auf die Kostenbremse getreten hat, sondern auf hochwertige Komponenten gesetzt hat.
So kommen nicht nur auf der Primärseite, sondern auch auf der Sekundärseite 105°C-Kondensatoren zum Einsatz. Von der technischen Seite her setzt Xilence bei der neuen Performance X Serie auf eine Singel-Rail gepaart mit moderner LLC-Resonanz Topologie und nachfolgender DC/DC Technologie, durch welche ein hoher Wirkungsgrad von bis zu 92% bei einer Spannung von 230 Volt erzielt wird.
Die einzelnen Komponenten wurden jedoch nicht alle direkt auf dem eigentlichen PCB verbaut, sondern wurden teilweise auch auf kleine Tochterplatinen verteilt. Durch ihre Anordnung sorgen diese kleinen PCBs nicht nur für ein aufgeräumteres Layout, sondern auch dafür, dass Abwärme schneller abgeführt werden kann. Zudem wird so eine Möglichkeit für eine höhere Qualitätskontrolle geschaffen, da die einzelnen PCBs separat produziert und kontrolliert werden können.
Die angebrachten Lötstellen wurden sauber verarbeitet. An den Stellen, an denen Kleber zum Einsatz gekommen ist, hat man diesen zwar nur punktuell verwendet, jedoch stellenweise etwas dick aufgetragen, sodass er sich auch über einen Teil der Bauteile zieht, wo er nicht mehr zur Stabilisierung oder zur Isolierung beiträgt.

Um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten, wurde seitens Xilence eine ganze Reihe an Schutzschaltungen in den Netzteilen der Performance A+ Serie verbaut.
  • OCP (Überstromschutz)
  • OVP (Überspannungsschutz)
  • UVP (Unterspannungsschutz)
  • SCP (Kurzschlussschutz)
  • OTP (Überhitzschutz)
  • OLP (Überlastschutz)


Das Netzteil weißt eine Effizienz von bis zu 92% bei 230 Volt auf und trägt somit zurecht das 80 PLUS Gold 230V EU Zertifikat.

Die Verarbeitung wurde seitens Xilence sauber ausgeführt. Auch wenn die Farbgebung der an den modularen angebrachten Stecker farblich zu dem Lüfter bzw. dem Design von Xilence passt, hätten wir uns anstelle der roten Anschlüsse lieber schwarze Anschlüsse gewünscht.


Test:

Power Good Signal

Im ersten Test überprüfen wir die PG-Time. Das Power Good Signal muss gemäß der ATX-Norm nach mindestens 100 und maximal 500 ms kommen. Das Signal signalisiert dem Mainboard, dass das Netzteil bereit ist, alle Spannungen passen und der Computer gestartet werden kann. Kommt das Signal nicht innerhalb dieses Zeitraums, ist das Netzteil defekt und muss getauscht werden.

Das Power Good Signal kam bei unserem Testkandidaten nach 300ms und liegt damit voll und ganz im erlaubten Bereich.


Testsystem

Wir haben das Netzteil mit unserem I7 Testsystem getestet.

Das Testsystem besteht aus:
  • I7 3930K @ 4,8GHz
  • Asrock Extreme 11
  • 2 x EVGA GTX Titan Hydro Copper
  • 64GB (8 x 8GB DDR3 2133MHz)
  • Areca 1880ix
  • 4 x 300GB Seagate SAS im Raid 5

Das o.g. System inkl. Netzteil weist einen Strombedarf von etwa 180 Watt (IDLE) bis ca. 540 Watt (Volllast übertaktet) auf. Dieser kann jedoch je nach verwendetem Netzteil unterschiedlich sein. Unter Volllast wird besonders auf die Stabilität der Spannungen geachtet.
Um Netzteile auszulasten, welche mehr Leistung liefern, als unser Testsystem benötigt, stehen 26 separate Peltierelemente zur Verfügung. Diese haben eine Leistungsaufnahme von je 50W. Die Peltierelemente können einzeln zugeschaltet werden. Die Stromversorgung wird über Adapter hergestellt, welche an die PCI-E Anschlüsse angeschlossen werden.
Somit ist mit dieser Konfiguration eine maximale Leistungsaufnahme von ca. 1840 Watt möglich.
Ausgelesen werden die Spannungen mithilfe eines Multimeters (VOLTCRAFT VC830).
Um das System zu 100% auszulasten, wird die Software Prime 95 und der Benchmark 3DMark 11 eingesetzt und wenn nötig entsprechende Peltierelemente zugeschaltet. Die Testprogramme werden parallel ausgeführt, damit CPU und Grafikkarte gleichzeitig unter Volllast laufen und so der maximale Stromverbrauch erreicht wird.

Um der Qualität des Netzteiles etwas genauer auf den Zahn fühlen zu können, werden wir das System 48 Stunden unter Volllast betreiben. Zusätzlich werden wir das Netzteil
noch so weit wie möglich oberhalb seiner Spezifikationen zu betreiben.


Spannungen

Die ATX-Norm gibt die Spannungstoleranzen für Netzteile detailliert vor: Auf 3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt sind je 5% nach oben sowie nach unten erlaubt.



Spannungstest

Die Spannungen sollten nach Möglichkeiten auch bei einem Lastwechsel möglichst gleich bleiben und nicht nach oben oder unten ausbrechen.

Aus diesem Grund haben wir den Lastwechsel in vier Stufen aufgeteilt.
Zum Darstellen der ersten Last läuft unser Testsystem mit dem verbauten Netzteil im Idle-Mode.
Die zweite Laststufe wird unter Volllast des Systems simuliert. Das System ist hierbei nicht übertaktet.
Die dritte Laststufe wird dann mittels eines übertakteten Testsystems erreicht.
Die vierte Laststufe wird dann mittels des übertakteten Testsystems und Zuschaltung der Peltierelemente erreicht. Es werden so viele Peltierelemente gleichzeitig zugeschaltet, dass das Netzteil bei etwa 100% Auslastung arbeitet.


3,3V


5V


12V

Das Performance X 750W-M wies in unserem Test nur geringe Spannungsschwankungen auf, welche alle in einem vollkommen unbedenklichen Bereich liegen. Was uns jedoch während unseres Tests aufgefallen ist, war ein leichtes Rattern, welches vom verbauten Lüfter ausging. Dieses legte sich jedoch nach einer Einlaufzeit von gut neun Betriebsstunden.

Unseren 48h Dauertest überlebte das Netzteil trotz einer durchschnittlichen Last von 753 Watt problemlos. Die durchschnittliche Last ist durch den Wechsel zwischen 2D und 3D Modus innerhalb des Benchmarks geringer als die Lastspitze von 769 Watt in unserem Spannungstest.

Wie ihr es von unseren Netzteiltests kennt, wollten es aber noch etwas genauer wissen und haben das Netzteil aus diesem Grund noch weiter über seinen Spezifikationen betrieben. Um dies zu bewerkstelligen, haben wir weitere Peltierelemente zugeschaltet, um das Netzteil an seine Grenzen zu treiben.

Im ersten Schritt haben wir hierzu ein weiteres Peltierelement hinzugeschaltet und einen Dauertest von einer Stunde gestartet.
In diesem zog das Netzteil bei Lastspitzen 814 Watt aus der Steckdose. In diesem Test war zu erkennen, dass die Spannung auf der 12V-Schiene etwas weiter eingebrochen ist. Mit 12,15V lag diese jedoch noch innerhalb der ATX-Spezifikationen, weswegen wir nach einer erfolgreichen Runde weitere 50 Watt hinzugeschaltet und den Test erneut gestartet. In dieser Testrunde schaltete sich das Netzteil jedoch gleich nach dem starten der Benchmarks durch die verbaute Schutzschaltung ab.

Das Netzteil zog unter Verwendung unserer Hardware diese Spannung aus der Steckdose:




Fazit:

Mit der Performance X Serie hat Xilence seine Produktpalette um gleich vier Netzteile erweitert, welche sich nicht nur für den Aufbau von Officesystemen eignen, sondern durch die gebotenen Features auch eine gute Grundlage für Gamingsysteme darstellen. Das von uns für diesen Test herangezogene Performance X 750W-M lieferte auch dann noch stabile Spannungen, wenn man die seitens Xilence angegebene Maximalleistung minimal überschreitet. Bevor die verbauten Schutzschaltungen, geben einem einen kleinen Spielraum nach oben, zeigen einem jedoch dann schnell, wann es für das Netzteil gefährlich wird und können so einen vorzeitigen Defekt verhindern. Für diese stabilen Spannungen sorgen hochwertige Komponenten, welche seitens Xilence im Netzteilinneren verbaut wurden. Xilence hat jedoch nicht nur bei den verwendeten Komponenten auf eine saubere Verarbeitung geachtet, sondern auch beim äußeren Erscheinungsbild. Hier kann das Netzteil durch seinen teilmodularen Aufbau in Kombination mit den fast blickdicht gesleevten Kabel punkten. Von der optischen Seite her hätten komplett schwarze Anschlüsse das Gesamtbild abrunden und Casemodder erfreuen können. Was uns bei der Verarbeitung nicht so gut gefallen hat, war der Lüfter, welcher erst nach einer Einlaufphase von neun Stunden ohne störende Nebengeräusche arbeitete. Die UVP des neuen Performance X 750W-M liegt bei 109€. Neben dem von uns getesteten Modell beinhaltet die neue Performance X Serie auch noch zwei kleinere Modelle mit 550 Watt und 650 Watt sowie ein größeres Modell mit 850 Watt. Das 850 Watt starke Modell ist wie auch das von uns herangezogene Testmuster mit einem 135-mm-Lüfter sowie einem teilmodularen Aufbau versehen. Die beiden kleineren Modelle verfügen über fest angeschlossene Kabel und sind mit einem etwas kleineren 120-mm-Lüfter ausgestattet.



Pro
  • Verarbeitung
  • Hochwertige Komponenten
  • Teilmodularer Aufbau + Sleeving
  • Stabile Spannungen
  • Preis


Contra
  • Anfängliches Lüfterrattern
  • Farblich unterschiedliche Anschlüsse



Verarbeitung

Leistung

Spannungsstabilität

Leistungsaufnahme

Ausstattung

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis








Wir danken Xilence für die Bereitstellung des Testmusters.


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