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Noctua NH-U12S Single-Tower CPU-Kühler
Patrick
Chefredakteur

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Posts: 1751
# 20.04.2013 - 09:09:12
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Mit dem NH-U12S haben wir heute den ersten der beiden neuen Single-Tower CPU-Kühler aus der vielfach ausgezeichneten NH-U Serie im Test, welcher durch seine 45mm schlanke Bauform nicht nur eine hohe Kompatibilität zu hohen Speicherkühlern garantieren soll, sondern durch den verwendeten NF-F12 PWM Lüfter auch eine hohe Kühlleistung erzielen soll.



Wie sich der kleinere der beiden neuen Single-Tower CPU-Kühler in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:

Kühler
  • Sockelkompatibilität: Intel LGA2011 (Square ILM), LGA1156, LGA1155, LGA1150 & AMD AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2 (Backplate erforderlich)
  • Höhe x Breite x Tiefe (ohne Lüfter): 158 x 125 x 45 mm
  • Höhe x Breite x Tiefe (mit Lüfter): 158 x 125 x 71 mm
  • Gewicht (ohne Lüfter): 580 g
  • Gewicht (mit Lüfter): 755 g
  • Material: Kupfer (Boden und Heat-Pipes), Aluminium (Kühlrippen), verlötet & vernickelt
  • Lüfter-Kompatibilität: 120x120x25
  • Garantie: 6 Jahre

Lüfter
  • Format: 120x120x25 mm
  • Anschluss: 4-pin
  • Lagertyp: SSO2
  • Blattgeometrie: S-Serie mit Anti-Stall Knobs
  • Rahmentechnologie: AAO (Advanced Acoustic Optimisation)
  • Umdrehungsgeschw. (+/-10%): 1500 RPM
  • Umdrehungsgeschw. mit L.N.A. (+/-10%): 1200 RPM
  • Min. Umdrehungsgeschw. (PWM): 300 RPM
  • Volumenstrom: 93,4 m³/h
  • Volumenstrom mit L.N.A.: 74,3 m³/h
  • Geräuschentwicklung: 22,4 dB(A)
  • Geräuschentwicklung mit L.N.A.: 18,6 dB(A)
  • Max. Leistungsaufnahme: 0,6 W
  • Betriebsspannung: 12 V
  • MTBF: > 150.000 h


Lieferumfang:
  • NH-U12S Kühler
  • NF-F12 PWM Lüfter
  • SecuFirm2 Mounting Kit für Intel und AMD
  • NT-H1 Wärmeleitpaste
  • Low-Noise Adapter (L.N.A.)
  • Montagekit zur Befestigung eines 2. Lüfters




Design und Verarbeitung:

Der NH-U12S wird von Noctua in einer Verpackung geliefert, welche im Noctua üblichen Design gestaltet ist. Die OVP ist überwiegend in den Farben Weiß und Braun gehalten. Auf der Ober- als auch auf der Vorderseite der OVP ist neben der Produktbezeichnung eine Auflistung der wichtigsten Features sowie dem wichtigsten Lieferumfang zu finden.



Auf der linken Verpackungsseite wurden die wichtigsten Features aufgelistet. Zur besseren Veranschaulichung wurde neben jedem einzelnen Punkt ein entsprechendes Logo abgedruckt.

Die technischen Details und die Angaben über den Lieferumfang sind auf der rechten Verpackungsseite zu finden.



Eine kurze Beschreibung des Kühlers findet man in acht Sprachen auf der Verpackungsrückseite.

Innerhalb der OVP ist das Zubehör getrennt vom Kühler untergebracht. Noctua hat dieses jedoch nicht wie sonst üblich in getrennten Kunststoffbeuteln untergebracht, welche alle in einem separaten Karton zu finden sind, sondern in drei einzelne Kartons. Die Kartons sind entsprechend bedruckt und geben somit einen guten Aufschluss über den Inhalt.



Durch diese Trennung des Zubehörs kann man schnell und einfach das richtige Montagekit aus der Verpackung nehmen.
Um den Kühler vor Stößen zu schützen, ist dieser innerhalb der OVP in einem weiteren Karton untergebracht, welcher Schläge von außen abfängt.

Nachdem man den Kühler von seiner Verpackung befreit hat, hält man einen vormontierten, recht schlank wirkenden Towerkühler in der Hand. Im Auslieferungszustand ist die Montageschiene und der Lüfter schon vormontiert.



Um uns den Kühler und den Lüfter einmal etwas besser anschauen zu können, haben wir aus diesem Grund den Lüfter im ersten Schritt einmal von dem Kühlkörper abgenommen. Dieser ist mittels zwei Metallklammern am Kühlkörper befestigt und lässt sich somit ganz einfach abnehmen.

Nach dem der Lüfter vom Kühlkörper entfernt wurde wird einem erst recht bewusst, wie schlank dieser gestaltet wurde.

Mit seinen 45mm ist der eigentliche Kühlkörper nicht breiter, als die Bodenplatte selbst. Die Bodenplatte ist aus vernickeltem Kupfer gefertigt und besteht aus einer Ober- und einer Unterseite. Zwischen diesen beiden Teilen der Bodenplatte wurden fünf vernickelte Kupferheatpipes eingearbeitet, welche die Bodenplatte u-förmig durchlaufen.



Auf der Oberseite der Bodenplatte wurde eine Metallplatte befestigt, mittels welcher der Kühler später auf dem Mainboard montiert wird.



Noctua setzt zum Schutz der Bodenplatte nicht wie sonst üblich auf eine aufgeklebte Schutzfolie, sondern hat dem Kühler eine durchsichtige Kunststoffschale spendiert, welche auf die Unterseite der Bodenplatte aufgesteckt ist.
Die Unterseite der Bodenplatte ist sehr sauber verarbeitet und weißt keinerlei Kratzer oder Riefen auf.



An den fünf Heatpipes sind 50 Aluminiumlamellen befestigt, welche symmetrisch aufgebaut sind. Betrachtet man die Lamellen einmal frontal, so erkennt man das sie im linken und im rechten Bereich jeweils über drei gezackte Einkerbungen verfügt.



Auch mittig ist eine solche Kerbe zu erkennen.
An den beiden äußeren Ecken sind zudem kleine, rechteckige Vertiefungen zu erkennen, in welche entsprechende Gummientkoppler geklebt werden können, wenn man einen Lüfter verbaut, welcher nicht über entsprechende Entkoppler verfügt.
Bei genauem Hinsehen ist zu erkennen, das die Aluminiumfinnen ihre Stabilität nicht nur durch die Heatpipes erhalten, mit welchen sie verbunden sind, sondern auch durch zwei separate Stangen. Je eine dieser Stangen ist auf jeder Kühlerseite untergebracht. Sie durchläuft den gesamten Lamellenturm und guckt aus der oberen als auch aus der unteren Lamelle leicht heraus. Diese beiden Stangen wurden jeweils zwischen den Heatpipes untergebracht.



Betrachtet man den Kühlkörper einmal von oben, so ist zu erkennen, dass die Heatpipes nicht in einer Reihe angeordnet wurden, sondern leicht zueinander versetzt sind. Durch diese Ausrichtung wird eine größere Fläche der Heatpipes erzielt, welche dem direkten Luftstrom ausgesetzt ist.
Mittig wurde in jede Lamelle eine Bohrung eingelassen, durch welche es ermöglicht wird, die Montagevorrichtung von der Bodenplatte zu lösen. In die einzelnen Lamellen ist zudem noch der Noctua Schriftzug sowie auch das Noctua Logo eingeprägt.

Betrachtet man den Kühler einmal von der Seite, so sind rechts und links "Nasen" zu erkennen, welche aus den Finnen herausragen.



An diesen werden die Klammern befestigt, welche den bzw. die Lüfter in Position halten. Zwischen diesen "Nasen" sind die Lamellen um 90° abgewinkelt, wodurch die Lücken zwischen den einzelnen Lamellen geschlossen werden. Somit kann ein Unterdruck zwischen den Lamellen entstehen, welcher die durchströmende Luft zusätzlich beschleunigt.

Als Lüfter kommt auf dem NH-U12S der NF-F12 PWM zum Einsatz, welchen wir in diesem Review schon einmal getestet hatten.

Der NF-F12 PWM ist wie von Noctua bekannt nicht in knalligen Farben gestaltet, wie es in der Moddingszene oft üblich ist, sondern wie von Noctua gewohnt in Erdtönen gehalten. Der Impeller sowie die acht abnehmbaren Ecken aus Gummi sind in Braun gehalten.



Der Lüfterrahmen sowie die elf Statorleitschaufeln sind aus einem beigefarbenen Plastikguss.



Wie man bei einem Blick auf die Rückseite des Lüfters erkennen kann, ist der Impeller nicht ganz so hoch wie der Lüfterrahmen. Dies liegt an den elf verbauten Statorleitschaufeln.
Durch die Kombination von elf Statorleitschaufeln mit einem eigens entwickelten siebenblättrigem Rotor erzielt das Focused Flow™ System des NF-F12 hervorragenden statischen Druck und fokussiert den Luftstrom für überlegene Leistung auf Kühlkörpern und Radiatoren. Zugleich garantieren eine Reihe avancierter aerodynamischer Optimierungsmaßnahmen, das SSO-Lager der zweiten Generation sowie Noctuas neuartiger PWM IC für vollautomatische Regelung ein beeindruckendes Niveau an Laufruhe.
Durch die verbauten Ecken aus Gummi wird der Lüfter nicht nur auf der am Kühler anliegenden Seite sehr gut entkoppelt, sondern auch die Klammer an sich, mittels welcher der Lüfter am Kühler befestigt wird.



Der Kühler sowie auch der Lüfter machen einen sehr soliden Eindruck. Die Verarbeitung ist auf einem sehr hohen Niveau.


Montage:

Der Lüfter verfügt über das von Noctua bekannte SecuFirm2 Multisockel-Montagesystem. Dieses ermöglicht eine schnelle und dennoch sehr stabile Montage mit einem hohen Anpressdruck.

Da es auf einem AMD-Mainboard bekanntlich immer am engsten zugeht was die Ausrichtung und die Kompatibilität von CPU-Kühlern angeht, haben wir auch in diesem Test wieder ein AMD-Mainboard herangezogen, um euch die Montage etwas genauer zu zeigen.

Die Montage gestaltet sich durch das von Noctua entwickelte SecuFirm2 Montagesystem sehr einfach.

Bei der Montage auf einem AMD-Mainboard müssen im ersten Schritt die Schrauben der original Befestigungspunkte auf der Oberseite des Mainboards gelöst werden. Der Kunststoffrahmen des AMD-Boards wird anschließend vom Mainboard abgehoben. Über den Montagebohrungen des Mainboards werden nun die Abstandshalter aus dem Lieferumfang positioniert. Diese werden zusammen mit den Metallbügeln aus dem Lieferumfang auf dem Mainboard verschraubt. Hierzu wird die original Backplane weiter verwendet.

Anschließend kann die CPU montiert und mit Wärmeleitpaste bestrichen werden. Der Kühler wird dann über die zwei Schrauben, welche an der schon vormontierten Montageplatte angebracht sind, auf dem Mainboard befestigt.
Um an beide Schrauben gut heranzukommen, sollte man jedoch den Lüfter vom Kühler abnehmen. Durch den zweiten Satz Montageklammern und Entkoppler im Lieferumfang ist es zudem möglich, einen zweiten Lüfter an dem Kühler zu befestigen.

Auf dem von uns verwendeten FM1 Mainboard stößt der Lüfter nicht mit dem Speicherkühler zusammen.





Je nach Ausrichtung des Sockels und der Position der Speicherbänke kann es aber auch auf einem AMD-Mainboard eng zugehen. Durch die Tatsache, dass man die Ausrichtung auf einem Intel Mainboard frei wählen kann, sind hier weniger Schwierigkeiten zu erwarten. Durch die mitgelieferte Backplane entfällt jedoch leider die Unterstützung für Sockel 1366 CPUs.

Um eine bestmögliche Entkopplung des optionalen Lüfters zu gewährleisten, liegen nicht nur die schon angesprochenen Gummistreifen dem Lieferumfang bei, sondern auch stärkere Gummiecken, die an bestimmten Noctua Lüftern anstelle der original Ecken verbaut werden können.


Testsystem:

Um die neusten CPU-Kühler vergleichbar und realitätsnah testen zu können, ist es erforderlich hochwertige und leistungsstarke Hardware als Grundlage zu haben.
Aus diesem Grund kommt ein Sockel 2011 High End System zum Einsatz.

Das Testsystem besteht aus:
  • Xeon E5-2687W
  • Z9PE-D8 WS
  • 4 x 2GB 1600MHz CL6 Mushkin Copperhead
  • 2 x EVGA GTX680


Die komplette Hardware wird @ Stock also nicht übertaktet betrieben.

Um eine Verfälschung der Temperaturen durch andere Hardwarebauteile weitestgehend auszuschließen, wird die gesamte restliche Hardware mit Wasser gekühlt. Auch die zweite CPU wird in unserem Fall Wassergekühlt.

Dies erlaubt es uns, zusätzlich CPU Wasserkühler auf diesem System zu testen.


Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 20,7°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einer Idle time von 45 Minuten und nach einem anschließendem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Ausgelesen wurden diese Werte mit Aida64 Extreme Edition.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.







Mit einem Blick auf die Testergebnisse zeigt sich, dass sich der Kühler trotz seiner sehr geringen Bautiefe auf einem sehr guten vierten Platz in unseren CPU-Kühler-Charts. Wenn man einmal auf die drei Modelle schaut, welche sich noch vor diesem Kühler platziert haben, wird man schnell feststellen, dass all diese Kühler mit zwei Lüftern belüftet werden. Da diese Option auch bei dem NH-U12S gegeben ist, haben wir den Kühler ebenfalls einmal mit einem zweiten, baugleichen Lüfter bestückt und den Test noch einmal gestartet. Die Lüfter sind dabei so montiert, dass einer die Luft in den Kühler hinein bläst und der andere eine ziehende Unterstützung auf der gegenüberliegenden Seite leistet.



In dieser Kombination konnte sich der Kühler auf einem sehr guten, dritten Platz platzieren und muss sich nur von den beiden Twin-Tower-Kühlern aus unserem Testfeld geschlagen geben.

Fazit:

Noctua hat mit dem NH-U12S einen gelungenen Kühler in sein Sortiment aufgenommen. Die Kühlergebnisse können sich trotz der geringen Tiefe sowohl mit einem als auch mit zwei verbauten Lüftern sehen lassen. Dies zeigt, dass der verwendete Lüfter und Kühlkörper perfekt aufeinander abgestimmt sind. Die Verarbeitung ist wie man es in der Zwischenzeit von Noctua gewohnt ist auf einem sehr hohen Niveau. Durch die geringe Bautiefe wird eine sehr hohe Kompatibilität zu Speichern mit sehr hohen Kühlkörpern garantiert. Die von Noctua verwendeten Entkopplungsmethoden übertreffen die der meisten anderen Hersteller, was einen ruhigen Betrieb gewährleistet. Leider wurde jedoch durch die mitgelieferte Backplane die Unterstützung für Sockel 1366 Mainboards eingestellt. Mit einem Preis von knapp 60€ ist der Kühler war nicht der günstigste in seiner Klasse, jedoch erhält er von uns eine klare Kaufempfehlung.





Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Einfache und sicher Montage
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Hohe Kompatibilität
  • Lieferumfang



Contra

  • Keine Montage auf Sockel 1366 möglich




Kühlleistung

Verarbeitung

Montage

Kompatibilität

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis






Wir danken noctua.at/ sehr für die Bereitstellung der Testmusters.



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Patrick
Chefredakteur

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Posts: 1751
# 22.04.2013 - 23:13:03
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Nachtrag: Zur Montage auf einem LGA 1366 Sockel kann ein entsprechendes Montagekit kostenlos über den Noctau Kundendienst bezogen werden.

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