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Z9 WLP von Deepcool im Test
Patrick
Chefredakteur

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Posts: 1356
# 11.06.2013 - 16:37:42
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Da wir nun endlich die warmen Tage dieses Jahres erreicht haben, schauen wir uns heute einmal die Z9 Wärmeleitpaste von Deepool in einem Test etwas genauer an. Die Z9 WLP von Deepcool soll sich durch ihre einfache Verarbeitung und einer hohen Wärmeleitfähigkeit auszeichnen.



Welche Leistung in der Z9 steckt und wie sie sich beim Auftragen verhält, haben wir in diesem Test für euch herausgefunden.


Einleitung:

Funktion und Aufgabe von Wärmeleitpasten

Warum eigentlich Wärmeleitpaste verwenden?
Viele Komponenten in einem Computer, wie z.b. CPU, GPU und Chipsatz produzieren Abwärme, welche über Kühlkörper und Lüfter an die Luft abgegeben wird. Damit diese Abwärme jedoch vom Kühlkörper an die Umgebung abgegeben werden kann, muss diese erst einmal den Kühlkörper erreichen. Dies geschieht durch direkten Kontakt des Kühlers mit der Wärmequelle. Doch hier trifft man bereits auf ein Problem. Was für das menschliche Auge wie ein direkter Kontakt zwischen Kühlkörper und Wärmequelle aussieht, ist aber noch lange nicht der Fall. Selbst minimalste, nahezu unsichtbare Unebenheiten an den Kontaktflächen sorgen für kleine Lufteinschlüsse, welche bezüglich der Wärmeübertragung an den Kühlkörper isolierend wirken.
An dieser Stelle kommen nun die Wärmeleitpasten zum Einsatz. Wird die Paste zwischen Kühlkörper und Wärmequelle aufgetragen, füllt sie die Unebenheiten aus und verhindert somit den Einschluss von Luft. Aufgrund ihrer guten Fähigkeit die Wärme zu transportieren, klappt der Übergang der Wärme, z.B. von der Prozessoroberfläche zum Kühler, besser als ohne.

Weniger ist mehr!

Es ist jedoch zu beachten, das die Wärmeleitfähigkeit der verschiedenen Pasten noch lange nicht an die Fähigkeiten heran reichen, über welche die Kühler (meist aus Aluminium oder Kupfer) verfügen. Aus diesem Grund sollte man bei der Verarbeitung der Wärmeleitpaste Vorsicht walten lassen, denn je dicker die Schicht zwischen Kühler und Wärmequelle wird, umso wärmeisolierender wirkt sie sich aus und desto schlechter wird die Hardware gekühlt.


Technische Details:
  • Inhalt: 7g
  • Dichte: 2.5g/cm³
  • Farbe: Silber/Grau
  • Wärmewiderstand: <0.058°C-in2/W
  • Empfohlene Betriebstemperatur: -40°C bis -200°C
  • Elektrische Leitfähigkeit: Nicht elektrisch leitend


Lieferumfang:
  • Z9 Wärmeleitpaste
  • Kunststoffspachtel


Die Z9 Paste im Detail:

Die Z9 Wärmeleitpaste von Deepcool wird in einer Plisterveroackung geliefert.



Bezüglich des Komforts beim Öffnen der Blisterverpackung hat sich Deepcool jedoch Gedanken gemacht und die Verpackung auf der Rückseite zum Aufreißen vorbereitet. Durch diese vorgestanzte Öffnung werden einem aufgeschnittene Finger und die Zuhilfenahme eines Messers oder einer Schere erspart.
Innehrhalb der OVP befindet sich neben der WLP-Tube noch ein Inlay, welches man schon durch die Blisterverpackung erkennen kann. Zudem packt Deepcool als einer der wenigen Hersteller noch eine Kunststoffspachtel dem Lieferumfang bei, welche die Verarbeitung der Paste vereinfachen soll.



Auf der Vorderseite des Inlays sind die wichtigsten Features der Z9 WLP aufgelistet. Auf der Rückseite befinden sich detaillierte Informationen über die Wärmeleitpaste.


Das Testsystem & Testverfahren:

Auch die Z9 Wärmeleitpaste testen auf unserem I7 Testsystem.

Das Testsystem besteht aus:
  • I7 975XE @ 4,3GHz
  • Rampage III Extreme
  • ATI HD5970
  • 24GB (6 x 4048MB DDR3 1866MHz)
  • Areca 1880ix
  • 4 x 300GB Seagate SAS im Raid 5


Als Kühler kommt ein Heatkiller 3.0 in der Kupfervariante zum Einsatz. Alle anderen Komponenten sind ebenfalls wassergekühlt. Um die Temperaturen jedoch nicht zu verfälschen, sind diese in einen 2. Wasserkreislauf eingebunden.

Die Wärmeleitpasten werden in unseren Tests mittels einer speziellen Spachtel aufgetragen, wie sie sich auch im Lieferumfang befindet. Mittels dieser Spachtel ist es möglich, die WLP gleichmäßig und nicht zu dick auf der CPU zu verteilen. Die Z9 WLP von Deepcool ist recht dickflüssig im Vergleich zu vielen anderen Pasten, was das Auftragen etwas erschwert, jedoch nicht unmöglich macht.

Mittels Prime95 werden wir der CPU und somit auch die aufgetragene Wärmeleitpaste 20 Minuten zum Aufwärmen gewähren. Im Anschluss wird die CPU mittels Prime95 40 Minuten lang gestresst. In diesem Zeitraum werden alle 5 Minuten die Temperaturen der einzelnen Kerne abgespeichert. Der Mittelwert aller Kerne und Messungen dient später als Ergebnis. Die Temperaturen werden mit Aida64 Extreme Edition ausgewertet.

Um auch den Nutzern von Luftkühlern einen kleinen Vergleich geben zu können und um zu sehen, wie sich die Z9 Wärmeleitpaste bei höheren Temperaturen verhält, haben wir diesen Test nun zusätzlich noch mit einem entsprechenden Luftkühler durchgeführt.

Der Testablauf ist hierbei bis auf den verwendeten CPU-Kühler vollkommen gleich geblieben.

Der Wasserkreislauf des Heatkillers 3.0 wurde deaktiviert. Stattdessen verwenden wir in diesem Test den Phanteks PH-TC14CS.

Bei diesem Kühler handelt es sich um einen Topblower, welcher mit zwei 140-mm-Lüfter betrieben werden kann. In unserem Test verwenden wir nur einen der originalen 140-mm-Lüfter von Phanteks.
Der PH-TC14CS hat eine vernickelte Bodenplatte, welche keinen Riefen aufweist.
Dies hat im Gegenteil zu Kühlern mit einer Direct Touch Heatpipe den Vorteil, das die Wärmeleitpaste in derselben Menge und Stärke aufgetragen werden muss, wie es bei dem verwendeten Wasserkühler der Fall war und nicht noch die Rillen zwischen den einzelnen Heatpipes mit Paste gefüllt werden müssen.

Um die Abwärme der restlichen Komponenten nicht am CPU-Kühler zu spüren, werden wie gehabt alle restlichen Komponenten mittels Wasser gekühlt. Auch die Taktraten bleiben in diesem Test die selben.

Testergebnisse:





Die Z9 WLP platziert sich in dem Testfeld der von uns getesteten Wärmeleitpasten im hinteren Bereich, kann sich jedoch vor zwei anderen Pasten aus dem Test behaupten. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie unter niedrigen oder hohen Temperaturen arbeiten muss.


Fazit:

Die Z9 WLP ist nicht ganz so einfach in einer gleichmäßigen, dünnen Schicht auf die CPU zu bekommen, was jedoch den Vorteil hat, dass der Sockel und andere Komponenten um die CPU herum nicht so schnell versaut werden. Durch diese Eigenschaft eignet sie sich auch schon für Nutzer, die das erste mal zu einer Wärmeleitpaste greifen. Die erreichte Wärmeleitfähigkeit in unserem Test ist zwar nicht die Beste, man kann jedoch auf keinen Fall davon sprechen, dass die Paste durchgefallen ist. Die Z9 ist aus unserer Sicht eine gute Einsteigerpaste für Nutzer, welche nicht um jedes °C kämpfen, welches ihre CPU oder GUP Kühler arbeitet, aber dennoch ein qualitativ hochwertiges Produkt haben wollen.




Pro

  • Sichere Verarbeitung
  • Kunststoffspachtel im Lieferumfang
  • Verschiedene Füllmengen



Contra

  • Wärmeleitfähigkeit




Wärmeleitfähigkeit

Montage (Auftragen)

Lieferumfang

Preis






Wir danken deepcool-us.com/ sehr für die Bereitstellung des Testmusters.



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