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LC-Power - LC-CC-120-LiCo Wasserkühlung
Jannik
Redakteur

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Posts: 109
# 30.03.2015 - 10:11:21
    zitieren



Mit der LC-CC-120-LiCo haben wir heute die erste All-in-One-Wasserkühlung von LC-Power im Test, welche kurz vor der diesjährigen CeBIT vorgestellt wurde und mit einem sehr guten Preisleistungsverhältnis überzeugen will.



Welche Leistung in der ersten All-in-One-Wasserkühlung von LC-Power steckt und wie sie sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:
  • Abmessung Radiator: 155 x 120 x 34 mm (H x B x T)
  • Abmessung Lüfter: 120 x 120 x 25 mm (H x B x T)
  • Gewicht: 0,652 kg (Kühler + Lüfter)
  • Nennspannung: 12V DC
  • Anlaufspannung: 6V
  • Spannungsbereich: 10 - 14V
  • Nennstrom: 0,25A (0,3A max.)
  • Eingangsleistung: 4W
  • Lüfterdrehzahl: 800 - 2200 UpM (+/- 10%)
  • Luftdurchsatz: 20,13 - 86,5 CFM (+/- 10%)
  • Luftdruck: 4,51 - 37,26 Pa
  • Schallpegel Lüfter: 19,35 dB(A) max.
  • Schallpegel Pumpe: <25 dB(A) max.
  • Lager: hydrodynamisches Gleitlager
  • Anschluss Lüfter: 4-Pin PWM
  • Anschluss Kühler: 3-Pin
  • TDP (Thermal Design Power): 180W
  • Kabellänge Lüfter: ca. 30 cm
  • Schlauchlänge: ca. 31 cm
  • Material:
    Radiator: Aluminium
    Kühler: Kupfer / Kunststoff
    Lüfter: Kunststoff
    Schlauch: Kunststoff


Lieferumfang:
  • LC-CC-120-LiCo
  • Montagematerial
  • 120-mm-Lüfter
  • Wärmeleitpaste
  • Montageanleitung




Design und Verarbeitung:

Die LC-CC-120-LiCo All-in-One-Wasserkühlung wird von LC-Power in einer Verpackung geliefert, welche in einem recht dunklen Design gehalten ist. Auf der Vorderseite der Verpackung findet man neben der Modellbezeichnung kleine Featurebilder vor, welche einem die ersten Details der Wasserkühlung verraten. Die technischen Details wurden auf der linken Verpackungsseite abgedruckt. Hier findet man zudem eine technische Zeichnung des Pumpengehäuses und des Lüfters vor.



Auf der Verpackungsrückseite sind neben einem Produktbild und einer kurzen Beschreibung der wichtigsten Features drei Detailbilder der All-in-One-Wasserkühlung zu finden, welche stellenweisen auch das Innere der Wasserkühlung zeigen.



Entnimmt man die All-in-One-Wasserkühlung aus ihrer Verpackung, so hat man eine kompakte AiO-Wakü mit einem 120-mm-Radiator vor sich liegen.



LC-Power setzt bei der LC-CC-120-LiCo auf einen 34mm starken Radiator, welcher vollständig aus Aluminium gefertigt wurde. Im Inneren des Radiators befinden sich 12 Kanäle, durch welche das Wasser von einer zur anderen Seite und wieder zurück geleitet wird.



Zwischen diesen Kanälen befinden sich die einzelnen Kühllamellen, welche wie der restliche Radiator auch komplett schwarz lackiert wurden. Wie es bei einem Radiator üblich ist, kommt auf der linken und rechten Seite eine Vorkammer zum Einsatz, in welchen das Wasser auf die einzelnen Kanäle aufgeteilt wird. Auf einer Seite des Radiators wurden an die hier zu findende Vorkammer die Anschlüsse eingearbeitet. Diese sind fest mit dem Radiator verbunden. Die zum Einsatz kommenden Schläuche sind fest auf diese Anschlüssen gepresst.



Neben den beiden Anschlüssen befindet sich an dem Radiator auch noch eine versiegelter Verschluss, welcher zum Befüllen und Entlüften des Systems dient. Wird diese geöffnet, verliert man jedoch die Gewährleistung auf die gesamte Wasserkühlung. Durch die Tatsache, dass es sich bei der LC-CC-120-LiCo um ein wartungsfreies System handelt, ist ein arbeiten an diesem Verschluss auch nicht notwendig.

Die fest auf die Anschlüsse gepressten Schläuche sind mit einer geriffelten Oberfläche versehen und haben eine Länge von 31cm. Im Vergleich zu Schläuchen aus Silikon sind die Schläuche jedoch recht starr, was das Verlegen im Vergleich zu den Schläuchen herkömmlicher Wasserkühlungen etwas schwerer gestaltet.
Zur Montage des Radiators am Gehäuse und des Lüfters an dem Radiator verfügt dieser auf beiden Seiten jeweils über vier Gewinde zur Montage.



Unterhalb dieser Gewinde wurden keine Bleche verbaut, welche die einzelnen Kühlfinnen vor Beschädigungen durch zu tief eingeschraubten Schrauben schützen.

An dem Pumpengehäuse sind die beiden Schläuche ebenfalls fest auf die beiden Anschlüsse gepresst. Diese sind jedoch im Vergleich zu den beiden Anschlüssen an dem Radiator zwar auch fest mit dem Pumpengehäuse verbunden, können jedoch zu beiden Seiten geneigt werden.



Das Pumpengehäuse ist wie es bei diesen Kühlungen üblich ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Im Vergleich zu vielen anderen All-in-One-Wasserkühlungen auf dem Markt ist dieses jedoch nicht rund, sondern quadratisch gefertigt.
Das Pumpengehäuse besteht aus verschiedenen Komponenten. In den unteren Kunststoffbereich wurde die Bodenplatte eingefasst. Diese besteht aus hochwertigem Kupfer und wurde mittels 12 Schrauben an dem Kühler befestigt.



Auf der Innenseite des Kühlers wurde die Bodenplatte mit vielen, sehr feinen Kühlfinnen ausgestattet.
Der Deckel des Pumpengehäuses ist aus schwarzem, leicht transparentem Kunststoff gefertigt. Der Deckel wird durch einen Metallrahmen auf dem unteren Kunststoffbereich gehalten und ist mittels vier Schrauben befestigt. Dieser Metallrahmen dient zugleich auch als Montagevorrichtung.



Hierzu sind an der linken und rechten Seite dieses Metallrahmens Montagepunkte zu finden, an denen schon die Schrauben zur Montage befestigt wurden.
Der Deckel selbst ist etwas kleiner als der untere Bereich des Pumpengehäuses. Auf der Oberseite wurde das LC-Power Logo in weiß aufgedruckt, welches bei eingeschalteter Pumpe von der Rückseite aus mittels einer blauen LED beleuchtet wird.



Als Anschlusskabel kommt hier ein 3-Pin-Kabel zum Einsatz, welches nicht mit einem Kabelsleeving versehen wurde.

Als Lüfter kommt bei der LC-CC-120-LiCo von LC-Power ein 120-mm-Lüfter aus eigenem Hause zum Einsatz.
Der Lüfter ist komplett in schwarz gehalten und verfügt über einen quadratischen Kunststoffrahmen mit einer normalen Höhe von 25mm.



Der verbaute Impeller ist mit sieben Lüfterblättern ausgestattet, welcher über keine Besonderheiten wir Erhebungen an den Enden der Lüfterblätter verfügen, welche man in der Zwischenzeit von vielen anderen Lüftern kennt.
Der Impeller wird durch vier Kunststoffstege in Position gehalten, welche geradlinig von der Rotornarbe zu den vier Ecken des Lüfterrahmens verlaufen.



Als Anschlusskabel kommt bei dem Lüfter ein 4-Pin-PWM-Kabel zum Einsatz, welches mit einem blickdichten Kabelsleeving ausgestattet wurde.



Die Verarbeitung der LC-CC-120-LiCo ist sauber ausgeführt. In Anbetracht des Verkaufspreises verfügt sie dennoch über ein blickdichtes Kabelsleeving am Lüfter, welches uns sehr erfreut. Jedoch hätten wir uns gewünscht, wenn dieses auch am Anschlusskabel der Pumpe angebracht worden wäre.


Montage:

LC-Power liefert bei der LC-CC-120-LiCo eine Backplane mit, durch welche es auch bei einem AMD-Mainboard notwendig ist, die eventuell vorhandene Backplane zu entfernen und durch die mitgelieferte zu ersetzten. Diese wird von der Vorderseite des Mainboards aus mittels Abstandshaltern verschraubt. Über diese werden nun zwei Montageschienen gelegt, welche im Anschluss mittels vier Muttern an den Abstandshaltern festgeschraubt werden.
Anschließend kann das Pumpengehäuse auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt und mit den Montageschienen verschraubt werden. Auf einem AMD-Sockel kann die Ausrichtung nur in zwei Richtungen geschehen. Auf einem Intel-Sockel hat man die freie Wahl, was die Ausrichtung des Pumpengehäuses angeht, was die Platzierung des Radiators vereinfacht.
Der Radiator kann je nach Gehäusegröße an einem entsprechenden Montageplatz eines 120-mm-Lüfters montiert werden. In einem Mindi-Tower reichen die zum Einsatz kommenden Schläuche in der Regel dazu, dass er entweder an der Gehäusefront, dem Gehäusedeckel oder an der Rückseite montiert werden kann. Je nachdem wo der Radiator montiert wird, sollte man auch den Lüfter entsprechend an dem Radiator montieren. Der Lüfter sollte um die bestmögliche Kühlleistung zu erreichen immer so montiert werden, dass er die Luft durch den Radiator bläst. Dies bedeutet, wenn der Radiator an der Gehäuserückseite oder dem Gehäusedeckel montiert wird, sollte der Lüfter auf der Seite montiert werden, wo sich die beiden Schläuche befinden. Wird der Radiator an der Gehäusefront verbaut, so wird der Lüfter zwischen der Gehäusefront und dem Radiator montiert.



Durch die recht starren Schläuche lässt sich der Radiator etwas schwerer verbauen, als es bei Wasserkühlungen mit Silikonschläuchen der Fall ist.


Testsystem:

Um die neusten CPU-Kühler vergleichbar und realitätsnah testen zu können, ist es erforderlich hochwertige und leistungsstarke Hardware als Grundlage zu haben.
Aus diesem Grund kommt ein Sockel 2011 System zum Einsatz.


Das Testsystem besteht aus:
  • Intel i7 3930K
  • AsRock Extreme 11
  • 4 x Corsair 8GB 1866MHz
  • EVGA GTX Titan Hydro Copper

Die komplette Hardware wird @ Stock also nicht übertaktet betrieben.

Um eine Verfälschung der Temperaturen durch andere Hardwarebauteile weitestgehend auszuschließen, wird die gesamte restliche Hardware mit Wasser gekühlt.


Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüftern um zwei PWM Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, haben wir die PWM Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 20,9°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einer Idle time von 45 Minuten und nach einem anschließendem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Ausgelesen wurden diese Werte mit Aida64 Extreme Edition.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle Kühler, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben.
Dies erlaubt es uns, zusätzlich CPU Wasserkühler auf diesem System zu testen.





Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis kann man schnell feststellen, dass sich die LC-CC-120-LiCo im guten Mittelfeld platziert hat und somit eine ausreichende Kühlleistung liefert, um auch eine sehr potente CPU zu kühlen. Wenn einem die Kühlleistung nicht ausreicht, kann zudem ein zweiter Lüfter an der LC-CC-120-LiCo montiert werden. Auch die Montage eines leiseren Lüfters ist möglich, wodurch sich die Lautstärke des Systems noch ein gutes Stück senken lässt. An dem Lüfter ist sehr gut zu erkennen, an welchen Ecken LC-Power bei der LC-CC-120-LiCo gespart hat.


Fazit:

Mit der LC-CC-120-LiCo hat LC-Power seine erste All-in-One-Wasserkühlung herausgebracht, welche nicht nur sehr sauber verarbeitet wurde. LC-Power musste zwar durch den geringen Verkaufspreis, für welchen man die LC-CC-120-LiCo anbietet auf einige Details verzichten muss, welche viele andere Hersteller bei ihren höherpreisigen Modellen verbauen. Hierunter fallen z.B. Silikonschläuche, welche sich etwas leichter verlegen lassen. Neben diesen Eigenschaften sind die verwendeten Schläuche jedoch nicht kurzlebiger. Trotz dieses Preiskampfes kommt ein blickdichtes Kabelsleeving am Lüfter zum Einsatz. Die Qualität des Radiators und der Pumpe liegen auf einem hohen Level, welches sich auch in der erreichten Kühlleistung widerspiegelt. Die Kühlleistung liegt für ein solches System in einem guten Bereich, auch wenn Sie mit sehr potenten Kühlern nicht ganz mithalten kann. Durch den PWM-Betrieb kann die Lautstärke zudem etwas gesenkt werden, wenn nicht die komplette Kühlleistung gebraucht wird. Mit einem Preis von nicht ganz 43€ ist die LC-CC-120-LiCo die günstigste All-in-One-Wasserkühlung am Markt.




Pro

  • Preis
  • Verarbeitung
  • Sicher Montage
  • Hohe Kompatibilität
  • Beleuchtung
  • Lieferumfang



Contra

  • Starre Schläuche
  • Lautstärke unter Volllast




Kühlleistung

Verarbeitung

Montage

Kompatibilität

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis







Wir danken lc-power.de für die Bereitstellung des Testmusters.


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